Mainzer «Bravehearts» stellen Liga auf den Kopf
Mainz (dpa) - 25.02.2007, 10:26 Uhr
Der Mainzer Fabian Gerber (oben) und Nürnbergs Andreas Wolf kämpfen um den Ball.
Der FSV Mainz 05 stellt mit seinem umjubelten Rückkehrer und Doppeltorschützen Mohamed Zidan die Fußball-Bundesliga auf den Kopf. Mit dem 2:1 (2:0)-Sieg stoppten die Rheinhessen die Serie des 1. FC Nürnberg, des bis dato besten Rückrunden-Teams. Gleichzeitig setzten die als abgeschlagener Tabellenletzter in die Rückrunde gestarten 05er ungeschlagen ihren Höhenflug mit dem fünften Sieg in den vergangenen sechs Spielen fort. «Wir sind die Bravehearts der Liga», schwärmte FSV-Präsident Harald Strutz. «Es ist schon ein kleiner Traum», meinte FSV-Manager Christian Heidel. Doch vom Abheben war bei den Mainzern keine Spur, obwohl die Fans zwischenzeitlich sogar vom Europapokal sangen. «In Mainz ist glücklicherweise niemand so blöd, danach zu fragen», entgegnete Klopp einem Reporter aus Nürnberg, ob die Ziele der ursprünglichen «Mission possible 15» nach oben korrigiert werden müssten. Als mahnendes Beispiel dürfte der Gegner aus Franken dienen. «Vielleicht ist ein Mal zu viel vom Europacup gesprochen worden», meinte FCN-Trainer Hans Meyer. Dass seine Schützlinge gegen die «wahre Sensationsmannschaft» 2007 die erste Niederlage kassierten, bereitete ihm weniger Bauchschmerzen. «Kloppo, du kannst die Punkte besser gebrauchen», meinte er mit einem Augenzwinkern zu seinem Kollegen.
Schwer zu verdauen war für Meyer aber die Art und Weise, wie die erste Niederlage seit dem 7. November 2006 zu Stande kam: «Dass wir ausgekontert worden sind, bedrückt mich. Das war bitter», gab Meyer zu, der mit dem «Club» als Fünfter nun vier Punkte Rückstand auf den Erzrivalen Bayern München hat. Mainz hat indes vier Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsrang. Platz zehn ist die Belonung für eine bislang grandiose Aufholjagd, angeführt von Rückkehrer Zidan und Neuzugang Leon Andreasen. Gegen Nürnberg sorgte Zidan zwei Wochen nach seinem ersten Bundesliga- Dreierpack mit einem Tor-Duo binnen sieben Minuten (20./27) vor 20 300 begeisterten Zuschauern im ausverkauften Bruchwegstadion für die Entscheidung, auch wenn Nürnberg durch Ivan Saenko (64.) noch einmal verkürzen konnte. |