Höchst unterhaltsam geht es am Wochenende im Tabellenkeller zu. Mannschaften der Ränge 12 bis 17 treffen in direkten Duellen aufeinander. Mit einem Erfolg gegen den seit sieben Spieltagen sieglosen Mitkonkurrenten Eintracht Frankfurt (15.) könnte der HSV erstmals seit drei Monaten die Abstiegsränge verlassen. «Das ist schon ein besonderes Spiel für uns, weil wir über den Strich kommen können» sagte der HSV-Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann. Nach vier Niederlagen in Serie herrscht auch in Bielefeld höchste Alarmstufe. Eine weitere Schlappe beim Drittletzten in Cottbus könnte die Aufgabe von Frank Geideck weiter erschweren. Noch hält der Trainer-Novize den Trend bei den noch im Oktober hochgelobten Ostwestfalen für wenig dramatisch: «Es wäre falsch, jetzt überzogen zu reagieren.» Und auch sein Gegenüber Petrik Sander wollte ungeachtet der bedenkliche Lage nicht von einem Schicksalsspiel sprechen: «Das sollte man nicht jetzt schon übertreiben.» Mit neuem Selbstvertrauen reist Alemannia Aachen nach Bochum. Das 1:0 über den FC Bayern am vorigen Spieltag verhalf nach verpatztem Rückrundenstart wieder auf Kurs. Doch vor dem Start in die heiße Phase des Abstiegskampfes warnte Michael Frontzeck seine Profis vor allzu großer Euphorie. «Es gibt Mannschaften, die Bayern geschlagen haben und daran kaputt gingen. Die dachten, sie hätten schon etwas Besonderes geschafft», sagte der Alemannia-Trainer dem «Kicker». Wie schnell man die Abstiegszone verlassen kann, stellte der FSV Mainz unter Beweis. Ein traumhafter Rückrundenstart mit 13 Punkten aus 5 Spielen führte das Team von Trainer Jürgen Klopp vom letzten auf den 11. Tabellenrang. Vor dem Duell mit der besten Rückrunden-Mannschaft aus Nürnberg ist die Euphorie deshalb groß. Manager Christian Heidel geht sie mitunter zu weit: «Erreicht haben wir noch nichts.»
 |