FC Bayern erlebt neue Pleite in Aachen
Aachen (dpa) - 17.02.2007, 18:15 Uhr
Aachens Sascha Rösler (r) wird von Bayerns Spieler Martin Demichelis gefoult.
Zwei Monate nach der Pokalpleite erlebte der FC Bayern München mit der 0:1 (0:1)-Niederlage bei Alemania Aachen ein weiteres Debakel in der Fußball-Bundesliga. Vor 20 800 Zuschauern am ausverkauften Tivoli kam der Gastgeber durch ein Tor von Alexander Klitzpera (10. Minute) zum glücklichen ersten Sieg über den deutschen Rekordmeister in der ersten Liga und sicherte sich drei wichtige Punkte für den Klassenverbleib. Die Mannschaft von Trainer Ottmar Hitzfeld droht nun ernsthaft die Teilnahme an der Champions League zu verpassen. Außerdem sind die Aussichten auf einen Erfolg im Achtelfinal-Hinspiel in der Königsklasse bei Real Madrid am Dienstag durch diese wenig inspirierte Vorstellung gesunken. «Wir haben nur in den ersten 45 Minuten eine gute Leistung gebracht», sagte ein enttäuschter Bayern-Chefcoach. «Wir hatten sieben bis acht Tormöglichkeiten, doch waren nicht kaltschnäuzig genug, sie zu nutzen.» Freuen konnte sich dagegen Aachens Trainer Michael Frontzeck über den bravourösen Kampf seines Teams: «Das sind drei wichtige Punkte für den Kampf um den Klassenverbleib. Sehr schön ist auch, dass wir zum zweiten Mal hintereinander zu Null gespielt haben.»
In Aachen hatte es in der Woche vor dem Hit gegen die Bayern viel Unruhe gegeben. Nach der Unfallfahrt unter Alkoholeinfluss wurde Stürmer Marius Ebbers zur Strafe aus dem Kader verbannt, Beifahrer Jan Schlaudraff kam mit einer Geldbuße davon und durfte gegen seinen neuen Arbeitgeber Mitwirken. Der Wirbel hatte aber keine negativen Folgen, sieht man von ein paar Unkonzentriertheiten in der Abwehr ab. Selbstbewusstsein und Auftrieb gab den mit hohem Einsatz kämpfenden Aachener Profis das Führungstor durch Klitzpera nach zehn Spielminuten. Er konnte nach einem Schuss von Thomas Stehle den von Ex-Nationalkeeper Oliver Kahn abgeklatschten Ball problemlos aus Nahdistanz über die Torlinie schieben. Ausgerechnet Nationalstürmer Schlaudraff, der in der kommenden Saison an der Isar spielen wird, hätte um ein Haar sogar noch das 2:0 erzielt: Doch Kahn wehrte den Schuss aus 14 Metern mit einer Weltklasseparade ab. |