Gegen den Fußball-Bundesligisten Werder Bremen wird nach einem Freundschaftsspiel in Magdeburg wegen des Verdachts auf Werbung für illegales Glücksspiel ermittelt.
Dem Verein wird vorgeworfen, bei dem Spiel am 23. Januar auf den Trikots für den privaten Sportwetten-Anbieter «bwin» mit Sitz in Neugersdorf (Sachsen) geworben zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft in Magdeburg mit. Der Anbieter hat in Sachsen-Anhalt nach Angaben des Innenministeriums wie in anderen Bundesländern keine Erlaubnis. Die Bremer hatten in dieser Saison bereits einige Male mit dem Aufdruck «we win» gespielt.
Das Landeskriminalamt (LKA) habe «von Amts wegen» ein Verfahren gegen Verantwortliche von Werder Bremen eingeleitet. «Ob wir das weiter betreiben, werden wir jetzt prüfen», sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Rudolf Jaspers der dpa. Die Rechtslage sei unklar. «Es gibt die verschiedensten Gerichtsentscheidungen zu dem Thema», sagte Jaspers. Die Überprüfung der Vorwürfe gegen Verantwortliche von Werder Bremen werde vermutlich noch zwei Wochen in Anspruch nehmen. Bremen hatte das Freundschaftsspiel beim Regionalligisten 1. FC Magdeburg am 23. Januar mit 3:0 gewonnen.