An Sportchef Dietmar Beiersdorfer vom Fußball-Bundesligisten Hamburger SV scheint die zuletzt immer lauter werdende Kritik an seiner Person derzeit noch abzuperlen.
An eine mögliche Entlassung durch den Aufsichtsrat, der am 9. Februar zusammen kommt, denkt er nicht. «Momentan sieht es natürlich schlecht aus. Doch insgesamt hat der Verein eine gute Entwicklung gemacht», sagt Beiersdorfer, der vor viereinhalb Jahren sein Amt antrat und dessen Vertrag noch bis zum 31. März 2008 läuft. Wichtig sei, dass es nicht um ihn ginge, betont der Franke im Gespräch mit der dpa. «Ich habe keine Angst um meinen Job. Ich habe immer versucht, dem Verein zu helfen», erklärt der 43 Jahre ehemalige Kapitän der Hanseaten.
Stimmen, wie zuletzt von Aufsichtsrats-Vize Willi Schulz, die seinen Rücktritt fordern, kommentiert Beiersdorfer mit einem Achselzucken: «Ich werde hier weitermachen. Wir müssen aber alle an einem Strang ziehen.» Dem Sportdirektor des Bundesliga-Schlusslichtes wird vor allem das lange Festhalten an dem vor einer Woche entlassenen Trainer Thomas Doll angekreidet. Doch der gelernte Abwehrspieler verteidigt sein «Konzept der Kontinuität» und sieht sich nicht als «Kumpel» von Doll.
Vor wenigen Monaten wurde Beiersdorfer noch als «Architekt» eines neuen HSV gepriesen, der dem Bundesliga-Veteranen frisches Leben einhauchte und gemeinsam mit Doll für Erfolg stand. «Jetzt gibt es nur Kritik. Das muss man aushalten. Meine Schmerzgrenze ist noch nicht erreicht», sagt Beiersdorfer.