Streit um Helmes - Völler geht auf Daum los
Leverkusen (dpa) - 01.02.2007, 15:21 Uhr
Der Wechsel von Patrick Helmes nach Leverkusen sorgt für «dicke» Luft.
Um den Wechsel von Stürmertalent Patrick Helmes vom Fußball-Zweitlisten 1. FC Köln zu Bayer 04 Leverkusen ist ein heftiger Streit zwischen beiden Vereinen entbrannt. «Ich bin total enttäuscht von Christoph Daum», sagte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler als Reaktion auf die Kritik des Kölner Trainers an dem Transfer. «Wir dürfen uns das nicht gefallen lassen, alles ist korrekt abgelaufen.» Daum, Chefcoach des Kölner Fußball-Zweitligisten, hatte in einem Interview mit dem Kölner «Express» seine Enttäuschung über den Weggang von Angreifer Helmes zu Bayer 04 geäußert. Außerdem warf der ehemalige Leverkusener Trainer Daum dem Geschäftsführer des Bundesligisten, Wolfgang Holzhäuser, fehlende Moral vor. «Geld! Bayer hat nicht mit fairen Mitteln gespielt. Unter Herrn Holzhäuser werden alle moralischen Sitten über Bord geworfen», sagte Daum. «Wenn das die neue Handschrift und Philosophie von Herrn Holzhäuser und der Bayer AG ist - dann gute Nacht Bundesliga.» Dieser Vorgang stelle einen großen Imageschaden für die Leverkusener dar. Der 22-jährige Helmes hat in Köln noch einen Vertrag bis 2008.
«Ich würde Daum gerne mal unter vier Augen erklären, was Moral ist und was ein Imageschaden bedeutet», sagte Völler. Er sei überzeugt, dass Helmes, der zur Zeit einen Mittelfußbruch auskuriert, bis zu seinem Vertragsende 2008 «alles für den 1. FC Köln geben wird». Beide Vereine hatten bekannt gegeben, dass Helmes spätestens 2008 zu Bayer wechseln soll. Leverkusen will jedoch laut Völler «alles versuchen, den Spieler schon in diesem Sommer zu bekommen». Helmes selbst begründete seinen Wechsel mit sportlichen Perspektiven. «Mir geht es nicht ums Geld. Ich möchte sportlich möglichst weit kommen», sagte er. «Auch vor dem Hintergrund, dass die Nationalmannschaft mein Ziel ist.» Helmes unterschrieb bei Bayer 04 einen Vertrag bis 2011.
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