Bundesligisten wieder mit teureren Wintertransfers
Düsseldorf (dpa) - 31.01.2007, 15:36 Uhr
Marcelinho kehrte nach einem gescheiterten Türkei-Engagement zurück.
Der Winterschlussverkauf in der Fußball-Bundesliga ist immer weniger ein Schnäppchenmarkt. Vor allem die Abstiegskandidaten waren bereit, hohe Ablösesummen für Kader- Nachbesserungen zu bezahlen. Besonders beim VfL Bochum, bei Borussia Mönchengladbach und beim FSV Mainz herrschte mit jeweils drei Neuzugängen Betriebsamkeit. Allein für Rückkehrer Mohamed Zidan bezahlte Mainz 2,5 Millionen Euro an Herbstmeister Werder Bremen. Die Anzahl der im Winter engagierten Neuzugänge ist bei steigenden Ausgaben allerdings rückläufig. Bis einen Tag vor dem Ablauf der Wechselfrist verpflichteten die 18 Bundesligisten nach einer dpa- Umfrage lediglich 23 Spieler für 16,3 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr waren es noch 32 Spieler für rund 10 Millionen Euro, 2005 42 Akteure für nur 6,7 Millionen Euro gewesen.
Von den abstiegsbedrohten Clubs versuchte nur Bochum sein Glück als Schnäppchenjäger und bezahlte lediglich für Kameruns Mittelfeldspieler Joel Epalle (Saloniki) 600 000 Euro. Torhüter Jaroslav Drobny (Fulham) und Verteidiger Anther Yahia (Nizza) kamen ablösefrei. Borussia Mönchengladbach investierte in drei Neuzugänge über drei Millionen Euro. Neben Zidan und Leon Andreasen (beide Bremen) wollte Mainz auch noch den kolumbianischen Nationalspieler Elkin Soto von Once Caldas verpflichten. Der Transfer der Mittelfeldspielers blieb aber zunächst eine Hängepartie. Sowohl Mainz als auch der Spieler gehen davon aus, dass sich der 26-Jährige in keinem Vertragsverhältnis mehr befindet und damit ablösefrei ist. Der kolumbianische Verein beharrt dagegen darauf, noch einen Vertrag bis 3. Januar 2008 zu haben. Bis zum Ablauf der Wechselfrist wartete Mainz auf die Freigabe durch den Weltverband FIFA. |