Vom Fan zum Stammkeeper: Schalkes Manuel Neuer
Gelsenkirchen (dpa) - 31.01.2007, 11:22 Uhr
Manuel Neuer (r) hat sich zur Schlaker Nummer eins hoch gearbeitet.
Im alten Parkstadion jubelte er noch als Fan in der Nordkurve, in der neuen Arena steht Manuel Neuer als Stammtorhüter des FC Schalke 04 nun selbst im Rampenlicht. «Er hat sich schon etabliert, er ist die Nummer eins, der wir vertrauen», sagt Trainer Mirko Slomka über den 20 Jahre alten Keeper des Fußball- Bundesligisten. Neuer soll mithelfen, nach 49 Jahren den deutschen Meistertitel wieder nach Schalke zu holen. Sollte der Coup gelingen, wäre er der jüngste Stammtorhüter der Bundesliga-Geschichte, der die Meisterschale hochhalten darf. Obwohl Neuer erst am 2. Spieltag bei Alemannia Aachen sein Profi- Debüt feierte und am 5. November seinen Vorgänger Frank Rost im Match gegen Bayern München endgültig verdrängte, wirkt der Youngster schon abgebrüht. «Natürlich habe ich Nervenflattern. Um das zu beherrschen, setze ich den Tunnelblick auf», sagt er. Anders als bei den meisten seiner Teamkollegen ist der Titel bei ihm nicht das beherrschende Thema. «Ich muss mich doch nicht unnötig unter Druck setzen.»
Auch für ihn kam die Beförderung zur Nummer eins überraschend. «Als ich vor der Saison zum Reservetorwart bestimmt wurde, hatte ich schon ein großes Ziel erreicht.» Aber Stammtorhüter? «Gegen die Bayern stand ich dann plötzlich drin.» Beeindruckend ist seine Bilanz: Bis zur Partie gegen Alemannia Aachen blieb Schalke in allen elf Punktspielen mit Neuer unbesiegt. «Wenn man von der Leistung überzeugt ist, spielt das Alter keine Rolle», betont Torwarttrainer Oliver Reck. Der Ex-Profi ist sicher, dass es richtig war, neben Neuer mit den Vertretern Ralf Fährmann (18 Jahre) und Dennis Lamczyk (19) auf Talente zu setzen: «Das Risiko ist nicht groß, zumal die Spieler das Umfeld zur Genüge kennen.» |