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Stuttgart versöhnt Fans mit 3:2 gegen Bielefeld

Stuttgart (dpa) - 30.01.2007, 22:10 Uhr

Stuttgarts Torhüter Hildebrand kann den Ball von Bielefelds Eigler nicht halten.
Stuttgarts Torhüter Hildebrand kann den Ball von Bielefelds Eigler nicht halten.

Mit einem glanzlosen Pflichtsieg gegen Arminia Bielefeld hat der VfB Stuttgart seine Fans nach dem verpatzten Rückrundenstart versöhnt. Drei Tage nach dem blamablen 1:4 in Nürnberg setzten sich die Schwaben mit 3:2 (1:1) gegen die einfallslosen Ostwestfalen durch.

Mann des Abends war der zweifache Torschütze Mario Gomez, der vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw seine Saisontreffer neun und zehn (9. und 59. Minute) markierte. Vor 23 000 Zuschauern im Gottlieb-Daimler-Stadion hatte Cacau (52.) das 2:1 und Christian Eigler (26.) noch vor der Pause den Ausgleich erzielt. Dem eingewechselten Abdelaziz Ahanfouf glückte mit einem umstrittenen Foulelfmeter nur noch der Anschlusstreffer (86.) für die harmlosen Gäste, die in der Nachspielzeit noch die Rote Karte gegen Marcio Borges wegen einer Notbremse hinnehmen mussten.

Die Mannschaft von Trainer Armin Veh verdiente sich die drei Punkte dank einer beachtlichen Steigerung nach der Pause. Während der VfB seine UEFA-Cup-Ambitionen mit dem zehnten Saisonsieg untermauerte, warten die Bielfelder nun schon seit acht Spieltagen (11. November - 3:0 gegen Frankfurt) auf einen Sieg.

Gomez strahlte nach seinem ersten «Doppelpack» in dieser Saison: «Es wurde auch Zeit. Das 3:1 war am Ende noch ein ganz wichtiges Tor, und jetzt bin ich glücklich, dass wir gewonnen haben. Wir haben das erste Spiel vergeigt - deswegen hat heute jeder 100 Prozent Einsatz gezeigt.» Bielefelds Torwart Mathias Hain war nach der Niederlage stinksauer: «Wir haben heute als Kollektiv eine absolute Scheiß- Leistung abgeliefert.» Sein Trainer Thomas von Heesen sah die Niederlage etwas differenzierter: «Wir haben die ersten 20 Minuten absolut verschlafen», kritisierte er. «Erst in den letzten zehn Minuten haben wir nochmal richtig Dampf gemacht - aber zu spät.»

Der VfB hatte viel gut zu machen - er begann offensiv und schwungvoll: Bei der ersten Chance im Spiel zielte Thomas Hitzlsperger (3. Minute) genau auf Torwart Hain. Nach dem 1:0 durch Nationalmannschafts-Kandidat Gomez bauten die Gastgeber aber stark ab. Aus rund 60 Prozent Ballbesitz bis zur Pause hätten sie mehr Kapital schlagen müssen.


Bei einer der wenigen Torgelegenheiten verzog Abwehrspieler Ricardo Osorio aus spitzem Winkel (24.). Im Gegenzug fiel der Ausgleich wie aus dem Nichts: Nach genauem Zuspiel des früheren Stuttgarters Rüdiger Kauf schloss Eigler sein energisches Solo mit einem straffen Schuss von der Strafraumgrenze ab.

Die Gäste witterten Morgenluft: Nach Traumpass von Thorben Marx fehlte nicht viel, und Sibusiso Zuma hätte die immer stärker werdenden Gäste sogar in Führung gebracht (42.). Doch Ludovic Magnin spitzelte den Ball gerade noch weg. Aus dem VfB-Mittelfeld kam von Spielmacher Antonio da Silva, Roberto Hilbert und Hitzlsperger einfach zu wenig.

Hilbert war erst für den rot-gesperrten Serdar Tasci ins rechte Mittelfeld gerückt. Veh gab überraschend dem abwanderungswilligen Magnin, der in der Hinrunde fast immer zugeschaut hatte, eine Chance in der Startelf. Der frühere Hamburger Benjamin Lauth durfte in den letzten zehn Minuten zu seinem Debüt im VfB-Trikot auf den Rasen.

Nach der Pause wollten es die Schwaben wissen - und Cacau, der schon das 1:0 vorbereitet hatte, traf mit einem wuchtigen Kopfball nach Freistoß von Pavel Pardo. Beim nächsten Angriff vergab Gomez zwei Meter vor dem leeren Arminia-Tor die Riesenchance zum 3:1 (54.). Wenig später machte Gomez nach einem Blackout in der Bielfelder Abwehr alles klar.

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