Werder und Schalke im Fernduell um die Spitze
Düsseldorf (dpa) - 30.01.2007, 14:45 Uhr
Der Schalker Trainer Mirko Slomka beobachtet seine Mannschaft.
Im Kampf um die Tabellenspitze richten sich bei Werder Bremen und Schalke 04 die Blicke schon auf das Gipfeltreffen am 4. Februar. Zuvor muss das Führungsduo im Fernduell noch seine Pflichtaufgaben erfüllen, um die Verfolger aus München und Stuttgart auf Distanz zu halten. Die Hanseaten stehen dabei am 19. Spieltag der Fußball-Bundesliga im Gastspiel bei Bayer Leverkusen vor der ungleich schwereren Aufgabe. Für Schalke sind gegen Aufsteiger Alemannia Aachen drei Punkte Pflicht. «Wir wollen unsere glänzende Heimserie ausbauen, um im Titelkampf weiter mitzumischen», sagte Trainer Mirko Slomka, dessen Elf in dieser Saison in der Veltins- Arena noch ungeschlagen ist. Auch für den Hamburger SV zählt im Abstiegskampf gegen Energie Cottbus nur ein Sieg. Schlusslicht Mainz 05 will gegen Borussia Dortmund nach dem Erfolg in Bochum gleich den nächsten Ruhrpott-Club schlagen. Die Dortmunder bangen nach dem Ausfall von Ebi Smolarek auch noch um den Einsatz ihrer zweiten Stammkraft im Sturm. Alexander Frei laboriert an Achillessehnenproblemen. Hertha BSC muss bei Hannover 96 seinen Anspruch auf einen Platz im Europacup untermauern, wird dabei aber von großen Abwehrsorgen geplagt.
Gegen die nach ihrem Auswärtserfolg in Aachen selbstbewussten Leverkusener absolviert Werder-Torwart Andreas Reinke fast ein Jahr nach seiner schweren Kopfverletzung sein erstes Bundesligaspiel. Der Routinier vertritt den an Muskelproblemen im Oberschenkel laborierenden Tim Wiese. Reinke könnte bei seinem Comeback für ein Novum sorgen: Noch nie blieb Werder in der BayArena ohne Gegentor. In den vergangenen elf Jahren gelangen zudem nur zwei Bremer Siege. Leverkusen will diese positive Bilanz ausbauen und den Kurs in Richtung UEFA-Cup-Plätze fortsetzen. In Carsten Ramelow (Meniskus), Athirson (Rippe) und dem schon wieder verletzten Roque Junior (Zerrung) fehlen aber drei defensive Kräfte. Bei Schalke steht nach seinem Galaauftritt in Frankfurt besonders Kevin Kuranyi im Blickpunkt. Mit einem erneuten Treffer könnte der Angreifer Nationaltrainer Joachim Löw praktisch zu einer Nominierung für das Schweiz-Länderspiel in der kommenden Woche «zwingen». Slomka kann vermutlich auf die selbe Startelf bauen wie beim 3:1 in Frankfurt. Lewan Kobiaschwili und Fabian Ernst (beide Zehenverletzung) konnten wieder trainieren. Dafür gab es für Aachens Trainer Michael Frontzeck eine schlechte Nachricht. Jan Schlaudraff meldete sich mit einem Magen-Darm-Virus krank und wird vermutlich durch Sascha Rösler ersetzt. |