Rückläufiger Krankenstand vor dem Bundesliga-Start
Düsseldorf (dpa) - 22.01.2007, 13:45 Uhr
HSV-Regisseur Rafael van der Vaart ist beim Rückrundenstart gesperrt.
Kurz vor dem Start in die Rückrunde der Fußball-Bundesliga haben die meisten Clubs weniger Personalprobleme als in den vergangenen Jahren zum gleichen Zeitpunkt. Fehlten den Erstligisten früher verletzt, gesperrt oder wegen Länderspiel- Abstellungen bis zu 50 Profis vor dem Rückrunden-Start, so sind es diesmal nur rund 30. Dabei ist der Hamburger SV mit sechs Ausfällen noch am ärgsten betroffen. Alle Mann an Bord vermelden hingegen der FSV Mainz 05, Eintracht Frankfurt und Arminia Bielefeld. Bei elf Clubs fehlen maximal ein bis zwei Spieler. Für HSV-Trainer Thomas Doll, der auch noch auf den gesperrten Regisseur Rafael van der Vaart verzichten muss, könnten die Sorgen kaum größer sein. In Nigel de Jong und Guy Demel kehren im Spiel bei Arminia Bielefeld zwei Profis ins Team zurück, die aber längst noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte sind. «Ich werde genau hinschauen, wer kernig genug ist», sagte der Hamburger Trainer, der jeden einigermaßen gesunden Spieler dringend benötigt.
Neben dem HSV beklagen Energie Cottbus (4), Alemannia Aachen und der 1. FC Nürnberg (je 3) die meisten Ausfälle. Sehnlichst hofft man in der Lausitz auf die Unterstützung von Neuzugang Ervin Skela, der wegen schlechter Blutwerte behandelt wird und noch nicht ins Training eingestiegen ist. «Wir werden ihn nicht unter Druck setzen», sagte Trainer Petrik Sander. Der größte Pechvogel ist Julio dos Santos, der sich unmittelbar nach seinem Wechsel vom FC Bayern zum VfL Wolfsburg im Training einen Beinbruch zuzog und für längere Zeit ausfällt. Die Top-Teams bleiben vom großen Verletzungspech verschont. Der FC Bayern muss im Spiel bei Borussia Dortmund neben Sebastian Deisler (Karriereende) zwar noch Valerien Ismael und wohl auch Willy Sagnol ersetzen. Dafür hofft Trainer Felix Magath auf ein Comeback von Owen Hargreaves, der vier Monate fehlte. «Die Chance, dass er zum Rückrunden-Auftakt dabei ist, ist sehr groß», sagte der Bayern-Coach. |