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Coach Von Heesen verlässt Arminia Bielefeld

Bielefeld (dpa) - 22.01.2007, 13:35 Uhr

Bielefelds Trainer Thomas von Heesen will seinen Vertrag nicht verlängern.
Bielefelds Trainer Thomas von Heesen will seinen Vertrag nicht verlängern.

Trainer Thomas von Heesen verlässt den Bundesligisten Arminia Bielefeld zum Saisonende und sucht eine neue Herausforderung.

«Ich habe die Ambition, eine Mannschaft zu trainieren, die konstant auf höherem Niveau spielt», sagte der 45 Jahre Fußball-Lehrer nach Angaben des Magazins «11 Freunde». Für eine Stellungnahme war von Heesen, der seit Wochen mit Borussia Dortmund in Verbindung gebracht wird, vorerst nicht zu erreichen.

«Das kommt nicht überraschend, obwohl wir Thomas von Heesen einen neuen Zweijahresvertrag bis 2009 mit deutlich verbesserten Bezügen angeboten haben», kommentierte Club-Präsident Hans-Hermann Schwick den Entschluss des ehemaligen Bielefelder Profis. «Ich bedauere, dass er bei uns nicht verlängert. Es hat sportlich zwischen ihm und der Mannschaft gut gepasst. Er war eindeutig unser Wunschkandidat», betonte Schwick.

Die Ostwestfalen wollen jetzt eine schnelle Nachfolge-Lösung. «Das ist für alle Beteiligten gut. Der neue Trainer soll bei Neuverpflichtungen mitreden», sagte Schwick. «Wir haben bislang mit keinem anderen verhandelt, obwohl ich weiß, dass die Gerüchteküche kocht.» Dass der frühere Arminia-Angreifer Bruno Labbadia in den Zukunftsplanungen schon eine Rolle spielt, dementierte Schwick. «Ich soll mit ihm gegessen haben. Aber davon weiß ich nichts.»

Bielefelds Sport-Geschäftsführer Reinhard Saftig hatte schon in der vergangenen Woche angekündigt, dass der Verein mit von Heesen für die Rückrunde plant, die für die Ostwestfalen mit dem Spiel gegen von Heesens früheren Club Hamburger SV beginnt. «Gegen den HSV wird Thomas von Heesen wie gewohnt seinen Platz auf der DSC-Trainerbank einnehmen», hieß es in einer Erklärung. «Wir wollen mit ihm möglichst bis zum 30. Juni zusammenarbeiten», sagte Saftig vergangene Woche. Das gemeinsame Vorhaben sei es, «möglichst schnell» das Saisonziel Klassenverbleib zu erreichen.


Eine ähnliche Konstellation wie im Mai 2005, als der damalige Bielefelder Chefcoach Uwe Rapolder nach seinem Wechselentschluss zum 1. FC Köln kurz vor Saisonende gehen musste, schließen die Bielefelder demnach aus. Vielmehr wolle der Club die Rückrunde «sportlich erfolgreich und respektvoll im gegenseitigen Umgang» bestreiten. Bei einem Votum im Mannschaftsrat sollen sich die Bielefelder Profis einstimmig für eine weitere Zusammenarbeit mit von Heesen bis zu dessen Ausscheiden ausgesprochen haben.

Wohin es von Heesen zieht, lässt der 45-Jährige, der seit Dezember im Besitz der Trainerlizenz des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ist, offen. «Ich kann es verstehen, dass er eine neue Herausforderung sucht», äußerte Schwick. Borussia Dortmund ist dabei eine höchst wahrscheinliche Option. Schon Anfang Dezember hatte BVB- Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke seinen Bielefelder Kollegen Roland Kentsch über eine Kontaktaufnahme informiert. «Thomas von Heesen leistet dort gute Arbeit», lobte Watzke seinerzeit den potenziellen Nachfolger von Jürgen Röber, der in Dortmund lediglich einen Vertrag bis Saisonende hat.

«Mit der Frage nach Thomas von Heesen mussten wir rechnen», sagte Borussia Dortmunds Sportmanager Michael Zorc der dpa. Doch die Westfalen wollen sich ausschließlich auf die Rückrunde mit dem Start gegen Meister Bayern München und die Arbeit mit Röber konzentrieren. «Die Trainersituation vom 1. Juli 2007 an ist völlig offen», betonte Zorc.

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