«Gieriger» VfB Stuttgart ohne großen Druck
Dubai (dpa) - 09.01.2007, 10:41 Uhr
Armin Veh hat hohe Erwartungen an seine Mannschaft.
Trotz der Strapazen der vergangenen Tage mit zwei Hallenturnieren, dem Jetlag und erkennbarer Müdigkeit beim ersten Testspiel in Dubai gönnt Trainer Armin Veh den Fußball-Profis des VfB Stuttgart im Trainingslager keine Verschnaufpause. Am Morgen nach der 1:2-Auftaktniederlage gegen die Nationalmannschaft der Vereinigten Arabischen Emirate im Rahmen der «Dubai Football Challenge 2007» mussten die Spieler schon um 7.30 Uhr im Kraftraum des Hotels «Park Hyatt» an die Geräte, ehe am Vor- und Nachmittag zwei Laufeinheiten auf dem Konditionsprogramm standen. «Wir wollen hier die Grundlagen für die Rückrunde legen. Das werden zehn intensive Tage», sagte Teammanager Horst Heldt. Große Erholungspausen am Hotel-Pool oder Zeit für das derzeit stattfindende «Dubai Shopping Festival» werden die Profis bis zur Rückreise am 17. Januar nicht haben. «Wir machen das nicht zur Kaffeefahrt hier», meinte Heldt. Die Spieler haben zwischen den Einheiten darum auch nur einen Wunsch, wie Stürmer Cacau berichtete: «Schlafen und ausruhen.»
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Sorgen um die Arbeitsmoral des jungen Teams müssen sich die Verantwortlichen nicht machen. «Wir haben eine funktionierende Mannschaft, die gierig ist, da braucht man keinem in den Hintern zu treten», betonte Heldt. Nach dem für viele überraschenden vierten Tabellenplatz nach der Bundesliga-Hinrunde liegt der VfB mindestens auf UEFA-Cup-Kurs, sieben Punkte beträgt das Polster auf Rang sechs. Bayern-Star Mark van Bommel, der sich mit den Münchnern ebenfalls in Dubai auf die Rückrunde vorbereitet, zählt den Tabellenvierten (32 Punkte) sogar neben Werder Bremen und Schalke (beide 36) sowie seinem Club (33) zu «den vier Anwärtern auf die deutsche Meisterschaft». Vom fünften Meistertitel oder der Champions League wird beim VfB aber allenfalls heimlich geträumt. Auf eine Zielsetzung verzichtet die sportliche Leitung weiterhin. Veh nimmt das Wort UEFA-Cup nicht in den Mund, er wolle in der Rückrunde lediglich «mit aller Macht leidenschaftlichen Fußball» zeigen. Mit der Zurückhaltung sei man schon vor der Saison gut gefahren, betonte Heldt: «Natürlich würde ich gerne Dritter werden. Aber der Hamburger SV ist ein gutes Beispiel, dass es ganz schnell anders laufen kann.» Veh verwies auch auf die Unerfahrenheit des Teams: «Wir haben die jüngste Mannschaft der Liga, also muss man immer mit Schwankungen rechnen.» |