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Werder nimmt Favoritenbürde an

Bremen (dpa) - 05.01.2007, 13:31 Uhr

Bremens Stürmer Miroslav Klose bedankt sich bei den Fans.
Bremens Stürmer Miroslav Klose bedankt sich bei den Fans.

Ein zweiter Platz beim Hallenturnier in Oldenburg hat Werder Bremen nicht die gute Laune verdorben. Im Meisterschaftskampf wollen sich die Bremer, die mit einem B-Team im Finale mit 2:4 gegen den Regionalligsten VfL Osnabrück unterlagen, nicht mit Platz zwei begnügen.

«Wir nehmen die Favoritenbürde an. Der Weg und das Ziel stehen fest, aber es wird ein heißer Tanz», beurteilte Werder-Trainer Thomas Schaaf die Aussichten für die Bundesliga-Rückrunde. Die Zeiten, in denen die Hanseaten lieber tiefstapelten, sind vorbei. Für fast 60 Prozent der Bundesliga-Profis steht der Halbzeit-Meister aus Bremen als Titelträger am Saisonende bereits fest. «Das zeigt, dass wir einiges richtig gemacht haben. Wir müssen uns aber in der Rückrunde noch steigern», kommentierte Schaaf das Ergebnis der «kicker»-Umfrage. Damit die Werder-Torfabrik auch weiterhin Treffer am Fließband produziert, bezieht der Tabellenführer am 6. Januar ein Trainingslager in Belek/Türkei.

Dann stehen auch Torjäger Miroslav Klose, Spielmacher Diego und die Nationalspieler Torsten Frings, Per Mertesacker und Tim Borowski wieder im Mittelpunkt. Die Werder-Stars fehlten beim «Budenzauber» in Oldenburg. Vor allem die Zukunft von Klose, dessen Vertrag im Sommer 2008 ausläuft, ist das beherrschende Thema. Geschäftsführer Klaus Allofs strebt eine vorzeitige Vertragsverlängerung mit dem 28 Jahre alten Stürmerstar an - möglichst noch vor dem ersten Rückrundenspiel gegen Hannover 96 am 28. Januar.

Um ein Abwandern von Klose ins Ausland zu verhindern, will Allofs dem WM-Torjäger nach Abschluss des Trainingslagers ein neues Angebot vorlegen. Klose soll bei einer Zusage nach Informationen der Zeitung «Die Welt» vier Millionen Euro Grundgehalt plus Prämien verdienen. Damit wäre er der bestbezahlte Profi in der Geschichte des viermaligen deutschen Meisters. Nachdem sich Jan Schlaudraff für Bayern München entschieden hat (Schaaf: «Er muss damit leben»), scheint Geld für ein außergewöhnliches Angebot vorhanden zu sein.

Zwei andere Stürmer bereiten den Bremern ebenfalls Probleme. Sowohl Aaron Hunt (Knieverletzung) als auch Mohamed Zidan (krank) fehlten beim Trainingsstart. Zidan ist über seine Rolle als «Nummer fünf» im Werder-Angriff unglücklich. Der Ägypter würde wohl gerne zum FSV Mainz 05 zurückkehren. Bereits im Vorjahr war er an die Mainzer ausgeliehen. Bisher wollte Werder ihn aber wegen Hunts komplizierter Verletzung nicht ziehen lassen. Ein Umdenken in dieser Frage scheint nicht mehr ausgeschlossen.


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