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VfB-Angebot abgelehnt: Hildebrand will gehen

Bochum (dpa) - 19.12.2006, 21:51 Uhr

Stuttgarts Torwart Timo Hildebrand diskutiert mit seinen Vorderleuten.
Stuttgarts Torwart Timo Hildebrand diskutiert mit seinen Vorderleuten.

Nationaltorhüter Timo Hildebrand wird am Saisonende den Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart mit großer Wahrscheinlichkeit verlassen.

«Wir haben unser Angebot zurückgezogen. Timo Hildebrand hat uns mitgeteilt, dass er sich jetzt nicht entscheiden kann», sagte Manager Horst Heldt nach dem 4:1-Sieg der Schwaben im DFB-Pokal-Achtelfinale beim VfL Bochum. Der Vertrag des 27 Jahre alten Hildebrand läuft am 30. Juni 2007 aus. Der VfB hatte immer betont, dass er dieses Mal eine Hängepartie wie vor zwei Jahren nicht mitmachen wird. Deshalb ist auch nicht damit zu rechnen, dass er dem Keeper eine neue Offerte unterbreitet.

«Das ist legitim und sein gutes Recht», kommentierte Heldt die Entscheidung Hildebrands. «Wir werden uns nun nach anderen Kandidaten umschauen.» Im Gespräch ist neben Robert Enke (Hannover 96) und Raphael Schäfer (1. FC Nürnberg) sogar Jens Lehmann, der mit einer Rückkehr nach Deutschland liebäugelt. Hildebrand ist hinter dem Keeper von Arsenal London die Nummer zwei in der deutschen Nationalmannschaft. Bei seiner großen Bewährungsprobe im DFB-Trikot hatte der VfB-Schlussmann allerdings nicht überzeugt: Beim 1:1 auf Zypern in der EM-Qualifikation am 15. November bestritt Hildebrand sein fünftes Länderspiel und konnte sich dabei nicht empfehlen.

Hildebrand spielt seit Januar 1996 beim VfB und hat seither 205 Bundesliga-Spiele absolviert. Er ist der letzte in Stuttgart Verbliebene der Generation der «Jungen Wilden» um Kevin Kuranyi, Alexander Hleb, Philipp Lahm und Andreas Hinkel, die inzwischen alle den Verein verlassen haben. Der VfB hatte von ihm eine frühzeitige Entscheidung gefordert, um ein unrühmliches Pokerspiel wie vor zwei Jahren zu vermeiden. Damals war Hildebrand als «Abzocker» kritisiert worden und hatte einen Imageschaden hinnehmen müssen. «Beide Seiten haben Fehler gemacht», sagte er später über diese Zeit und versprach: «So wird es nicht mehr ablaufen.»


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