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Rüffel für Herthas Simunic - Bastürk zurück

Berlin (dpa) - 06.12.2006, 13:47 Uhr

Herthas Verteidiger Josip Simunic ist beim Training handgreiflich geworden.
Herthas Verteidiger Josip Simunic ist beim Training handgreiflich geworden.

Vor dem Freitag-Spiel in der Fußball-Bundesliga bei Bayer Leverkusen ist Feuer unterm Dach bei Hertha BSC. Nach einer Handgreiflichkeit von Josip Simunic im Training gegen seinen Teamkollegen Pal Dardai versuchte die sportliche Leitung, die Situation zu beruhigen.

«Das war eine überzogene Reaktion. Aber ich bin eher zufrieden, dass man nach einer Niederlage in Bremen nicht einfach zur Tagesordnung übergeht und alles Friede-Freude- Eierkuchen ist», kommentierte Manager Dieter Hoeneß die heftigen Reaktionen auf das jüngste 1:3 beim Tabellenführer Werder.

«Joe beschäftigt sich unglaublich viel mit unserer Situation, will weiterkommen», erklärte Hoeneß. Die Formen allerdings würden «intern geklärt», kündigte der Manager an: «Ich habe mit ihm darüber gesprochen, dass sich seine Unzufriedenheit positiv auswirkt, nicht verkrampft und hektisch.» Der 28-jährige Simunic hatte den Ungarn Dardai nach einem Zweikampf umgestoßen und verbal attackiert, dazu die Einstellung des Teams öffentlich gerügt.

Trainer Falko Götz hat mit Simunic die Art und Weise der Frustbewältigung bereits debattiert. «Joe hasst es zu verlieren», meinte der Chefcoach und zeigte teilweise Verständnis für die rigorose Gangart seiner Profis vor der Partie in der BayArena. «Wichtig ist, dass nichts übrig bleibt. Aber die Mannschaft ist so gefestigt, dass sie die Situation intern klären kann», ergänzte Götz.

Zudem tauchten brisante Aussagen von Simunic auf. «Wenn sich hier nichts ändert, gehe ich. Im Verein gibt es keinen Fortschritt, wir stagnieren, haben keinerlei Ambitionen», wurde der kroatische Nationalspieler nach Informationen von «Spiegel-Online» in seiner Heimat im Magazin «24 Sata» zitiert. Der Hertha-Profi dementierte sofort: Er sei völlig «falsch zitiert worden». Nicht ohne Grund habe er seinen Vertrag bei Hertha bis 2011 verlängert. «Es gibt nicht mal ansatzweise die Tendenz, dass er weg will», betonte Hoeneß.

Im Gegensatz zur nervlichen Verfassung entspannt sich beim Hauptstadtclub die personelle Situation. Yildiray Bastürk kehrt in Leverkusen erstmals nach sechs Wochen wieder in die Startelf zurück. Götz rechnet zudem auch wieder mit dem Einsatz seines zuletzt angeschlagenen Sturm-Duos Marko Pantelic und Christian Gimenez. Bei Pantelic, zuletzt mit einer Oberschenkel-Verhärtung außer Gefecht, soll jedoch erst ein Härtetest endgültig entscheiden. Fehlen werden weiter Dick van Burik (Zehen-Verletzung), Solonon Okoronkwo (Magen-Darm-Grippe) und Christopher Samba (Sperre).


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