Krösus Bayern profitiert vom Werder-K.o.
München (dpa) - 06.12.2006, 12:21 Uhr
Trainer Felix Magath hat mit seiner Mannschaft ein finanzielles Polster erspielt.
Bayern München ist in der Champions League nicht nur sportlich der Gewinner unter den drei deutschen Teilnehmern, sondern auch finanziell. Der deutsche Meister hat mit dem Einzug ins Achtelfinale inklusive Zuschauereinnahmen bereits rund 30 Millionen Euro sicher und profitiert bei den Prämien-Zahlungen der Europäischen Fußball-Union (UEFA) zudem vom Ausscheiden des SV Werder Bremen und des Hamburger SV. Die Bremer kommen inklusive der Einnahmen aus den drei Heimspielen voraussichtlich auf 20 Millionen, das sportliche Desaster des HSV in der Champions League wird immerhin mit rund 17 Millionen Euro an Einnahmen versüßt. Die endgültigen Prämien-Zahlungen hängen auch vom weiteren Abschneiden der Bayern ab, weil sich bei den Erlösen aus dem so genannten Markt-Pool ein Anteil nach der Anzahl der absolvierten Spiele richtet. Hier werden die Bayern im Gegensatz zu Bremen und dem HSV (je 6 Spiele) auf mindestens acht (Achtelfinale) und maximal 13 bei einem Einzug ins Finale kommen. Je weiter die Münchner also kommen, umso mehr kassieren sie und verlieren Bremen und Hamburg.
Die Bayern verdienten in der Gruppenphase neben dem Startgeld von 4,4 Millionen Euro weitere 2,7 Millionen Euro an Prämien für drei Siege und drei Unentschieden. Dazu kommen 2,2 Millionen Euro für das Erreichen des Achtelfinales. Aus dem Markt-Pool für Deutschland erhalten die Bayern etwa 6,3 Millionen Euro als deutscher Meister sowie mindestens fünf Millionen für mindestens acht Spiele. Zu den UEFA-Prämien von bislang 20 Millionen Euro kommen die Einnahmen aus den Heimspielen in der Allianz Arena, die sich inklusive der wohl ebenfalls ausverkauften Achtelfinal-Partie schon jetzt auf rund zehn Millionen Euro belaufen. Werder Bremen hat neben dem Startgeld in Höhe von 4,4 Millionen Euro weitere 2,1 Millionen an Prämien verdient. Für die drei Siege in der Vorrunde gab es jeweils 600 000 Euro, das 1:1 im Heimspiel gegen Barcelona wurde mit 300 000 Euro belohnt. Dazu erhält der Vize- Meister bis zu neun Millionen aus dem Markt-Pool. Zu den UEFA-Prämien von knapp 15 Millionen Euro kommen die Zuschauereinnahmen von etwa vier Millionen Euro. Für den HSV standen vor dem letzten Gruppenspiel gegen ZSKA Moskau neben den 4,4 Millionen Euro Startgeld bis zu 6,5 Millionen Euro aus dem Markt-Pool zu Buche. Die Zuschauereinnahmen aus den drei Heimspielen belaufen sich auf rund sechs Millionen Euro.
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