Die Notizen vom 15. Spieltag
03.12.2006, 14:03 Uhr
Schiedsrichter Markus Merk hat bereits 300. Bundesligaspiele geleitet.
JUBILÄUM: Sein 300. Bundesligaspiel verlief genau nach dem Geschmack von Markus Merk: Kein strittiger Elfmeter, kein Platzverweis und keine Schmährufe der Fans - Deutschlands Star-Schiedsrichter konnte nach dem 1:1 zwischen dem FC Bayern und Borussia Mönchengladbach ohne kritische Kommentare die Allianz Arena verlassen und zufrieden mit Familie und Freunden seinen Jubiläumseinsatz begießen. Selbst Bayern- Profi Mark van Bommel, dem Merk nach einem Foulspiel die 5. Gelbe Karte gezeigt hatte, was dem Niederländer eine Sperre im nächsten Heimspiel gegen Energie Cottbus einbrachte, zeigte Nachsicht mit dem pfeifenden Zahnarzt: «Markus Merk ist der beste deutsche Schiedsrichter. Darum wird die Gelbe Karte schon stimmen.» TORWARTPROBLEM: Dimo Wache ist eine Institution beim FSV Mainz 05. «Ich kenne in meiner Zeit als Trainer gar keinen anderen Stammkeeper», sagte Coach Jürgen Klopp. Allerdings wackeln Denkmäler auch in Mainz. So setzte - nach einem gemeinsamen Gespräch und mit Zustimmung Waches, wie die Vereinsführung versicherte - Klopp seinen seit 1995 das FSV-Trikot tragenden Torwart kurzerhand ab. Bis zur Winterpause hütet Christian Wetklo anstelle des in den vergangenen Wochen nicht immer wachsamen Wache den Kasten. So wie beim 0:0 gegen den VfB Stuttgart, bei dem jede Aktion des neuen Keepers gefeiert wurde. STURMSORGEN: Keine Mannschaft in der Fußball-Bundesliga trifft seltener. Seit mittlerweile 443 Minuten bringt der FSV Mainz 05 den Ball gar nicht mehr im Tor des Gegners unter. Zehn Treffer aus 15 Spielen lautet die ernüchternde Bilanz des Tabellenletzten nach der Nullnummer gegen den VfB Stuttgart. «Unsere Stürmer können nichts machen, wenn sie keine Bälle bekommen. Das ist ein Teufelskreis», sagte Manager Christian Heidel.
LIEBLINGSGEGNER: Für Christoph Dabrowski ist der Hamburger SV ein Lieblingsgegner. Insgesamt hat der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler mit Bochum, Hannover, Bielefeld und Hertha schon zehn Mal gegen die Hanseaten gespielt - und noch nie verloren. Am Samstag gelang Dabrowski beim 2:1 sogar sein erstes Bundesliga-Tor für den VfL. «Wer die Tore schießt, ist egal. Hauptsache, wir haben die drei Punkte», sagte Dabrowski, dem der Mannschaftserfolg wichtiger ist als seine persönliche Bilanz gegen den HSV. ALM-WIESE: Der Zustand des Rasens in der Bielefelder SchücoArena erinnerte eher an eine Almwiese. So sah es jedenfalls Arminias Trainer Thomas von Heesen. «Beide Mannschaften waren frustriert darüber, dass der Platz wie ein Acker aussieht. Das kennt jeder, der mal auf so einer Wiese gespielt hat», meinte von Heesen und nahm damit auch seine Profis in Schutz. Die hatten sich nämlich vor allem in der ersten Halbzeit haarsträubende Abspielfehler geleistet. «Aber letztlich haben beide Teams darunter gelitten», sagte von Heesen. |