Spekulationen um BVB-Coach van Marwijk
Dortmund (dpa) - 02.12.2006, 13:39 Uhr
Bert van Marwijks Zukunft als Trainer bei Borussia Dortmund ist ungewiss.
Neue Spekulationen über die Zukunft von Trainer Bert van Marwijk haben bei Borussia Dortmund wenige Stunden vor dem Bundesliga-Spiel gegen den VfL Wolfsburg für Unruhe gesorgt. Wie die «Westfälische Rundschau» berichtet, soll der niederländische Fußball-Lehrer im Sommer durch Thomas von Heesen ersetzt werden. Dessen Vertrag bei Arminia Bielefeld läuft am Saisonende aus. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke will erst nach der Partie gegen Wolfsburg eine Stellungnahme abgeben. Damit wird die Trainerdiskussion in Dortmund gut einen Monat nach dem Treueschwur der Vereinsspitze, die van Marwijk am 26. Oktober demonstrativ und öffentlich das Vertrauen ausgesprochen hatte, wieder lauter. Nach Informationen der Zeitung habe es sich bei dem angeblich klärenden Krisengespräch Ende Oktober nur um einen «begrenzten Schulterschluss» gehandelt. Damit hätte der BVB die erst im Juli verkündete Vertragsverlängerung bis 2008 mit dem 54 Jahre alten Niederländer im beiderseitigen Einvernehmen außer Kraft gesetzt.
Thomas von Heesen soll demnach am 1. Juli 2007 die Arbeit in Dortmund aufnehmen. Der Coach, der im Dezember seine Ausbildung zum Fußball-Lehrer in Köln abschließen will, hatte zuletzt die Gespräche mit der Bielefelder Vereinsführung über eine Vertragsverlängerung hinausgezögert. Erst in der Winterpause wollen beide Seiten über die Fortsetzung ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit reden. Zu diesem Thema äußert sich Arminia-Präsident Hans-Hermann Schwick seit Wochen zwiespältig: «Ich glaube, dass er gern bleiben würde. Aber wenn ein lukratives Angebot eines größeren Vereins kommt, können wir nicht mithalten.» Das Verhältnis zwischen Watzke und van Marwijk gilt als gestört. Vor allem die dürftige Heimbilanz der Borussia mit nur einem Sieg aus sieben Spielen stimmt den Geschäftsführer nachdenklich. «Ein Verein wie Borussia Dortmund definiert sich in hohem Maße über seine Heimspiele», hatte Watzke auf der Jahreshauptversammlung geklagt und unmissverständlich einen Sieg über Wolfsburg gefordert.
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