Topclubs steht stürmischer Herbst ins Haus
Düsseldorf (dpa) - 07.11.2006, 13:45 Uhr
Leverkusens Trainer Michael Skibbe will mit Bayer in die Erfolgsspur zurück.
Ärger, Unruhe und Sorgen bei den Topclubs, gute Stimmung bei den «grauen Mäusen» der Fußball-Bundesliga: Im Herbst geht es in der ersten Profiklasse stürmisch zu. Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß heizte mit seinem Wutausbruch («Am Ende werden wir vorne sein - wie immer») vor der Partie gegen Hannover 96 die Stimmung ordentlich an. Nun will der Rekordmeister, der noch keines der 17 Heimspiele gegen die Niedersachsen verlor, gegen den Tabellenletzten Taten folgen lassen. «Wir müssen ein klares Ergebnis schaffen», forderte Münchens Jung-Profi Andreas Ottl. Eine überzeugende Leistung des Krisenclubs FC Schalke 04 bei Borussia Mönchengladbach würde dem in Bedrängnis geratenen Chefcoach Mirko Slomka Entlastung verschaffen. Nach der Degradierung von Stammtorwart Frank Rost und dem Wirbel um einen angeblichen, schnell dementierten Zoff zwischen den Beiden ist das Klima auf Schalke frostiger geworden. Der umstrittene Slomka will aber nicht nachgeben und kündigte an, dass auch gegen Gladbach Manuel Neuer (20) spielen wird. «Er steht auch am Mittwoch im Tor», sagte der Trainer.
Gedämpft ist die Stimmung auch in Mönchengladbach und bei «005»-Trainer Jupp Heynckes, der bei Eintracht Frankfurt (0:1) zuletzt die fünfte Auswärtsniederlage der Saison verantworten musste. «Für uns hat der Abstiegskampf begonnen», sagte Kapitän Kasey Keller. Für Heynckes, der am 15. September 2004 nach vier Spieltagen bei Schalke entlassen wurde, wäre ein Sieg gegen den Ex-Verein aus dem Revier eine Genugtuung: «Wenn wir da weitermachen, wo wir in Frankfurt aufgehört haben, haben wir gegen Schalke eine Chance.» Besänftigen muss «Don Jupp» Nationalspieler Oliver Neuville, den er bei der Eintracht auf der Bank schmoren ließ. «Wenn er meint, es sollen andere spielen, dann sollen eben andere spielen», schimpfte der flinke Stürmer nach der Auszeit. Mit Durchhalteparolen versucht man die Ratlosigkeit über das stete Auf und Ab bei Bayer 04 Leverkusen zu übertünchen. «Wir befinden uns im Niemandsland der Bundesliga, aber der Weg nach oben ist gar nicht so weit», sagte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler vor dem Gastspiel beim VfL Bochum, der durch das 2:0 in Hannover Auftrieb bekommen hat. «Wir müssen jetzt unbedingt nachlegen. Ein Sieg gegen Leverkusen und die Tabelle sieht ein ganzes Stück besser aus», sagte Verteidiger Heiko Butscher. |