Notizen vom 5. Bundesliga-Spieltag
24.09.2006, 12:26 Uhr
Hannovers neuer Trainer Dieter Hecking (r) auf der Trainerbank.
FREIE SICHT: Dieter Hecking führte bei seinem Heim-Debüt als Trainer von Hannover 96 neue Sitten ein. Er setzte sich mit dem 96- Stab beim Spiel gegen Bayer Leverkusen auf die linke Trainerbank. Normalerweise gehört das Heim-Team auf die rechte Seite des Platzes. Dort hebt aber der Schiedsrichter-Assistent seine Fahne. «Ich habe gerne freie Sicht auf das Spielfeld», begründete Hecking seine Wahl. «Linienrichter kann ich natürlich leiden», fügte er schnell hinzu. KÜSSCHEN: Als Gerald Asamoah in der 77. Minute für Halil Altintop eingewechselt wurde, herzte er den Türken besonders. Altintop soll Asamoahs kritische Aussagen weitergetragen haben, was dann zur Suspendierung Asamoahs führte. «Ich habe mit ihm kein Probleme. Wir verstehen uns gut und machen auch privat schon mal was zusammen», sagte Asamoah und bekannte: «Ich wollte ihm bei der Einwechslung ein Küsschen geben. «Soweit sind wir noch nicht», entgegnete Halil Altintop. «Aber das kann sich ändern, wenn wir deutscher Meister werden», sagte der türkische Nationalspieler.
SCHLITZOHR: Claudio Pizarro ist bekannt für seine südamerikanische Lockerheit. Doch bei seinem 1:1-Ausgleichstreffer für den FC Bayern München gegen Aachen verwandelte sich der peruanische Spaßvogel für einen Moment in Rambo. Vor seinem Kopfballtor schubste er Sascha Dum recht rabiat um. «Wir Südamerikaner lächeln viel, aber wir müssen mit Power spielen», meinte Pizarro, der zugab, dass es «ein klares Foul» von ihm gewesen sei. Allerdings sei ihm zuvor ein regulärer Treffer aberkannt worden war. Merke: Wer zuletzt lacht, lacht am besten. STAPELLAUF: Berge, Wandern, Skifahren - das verbindet man mit Bayern. Doch auch ohne Hafen sticht der FC Bayern München ab sofort in See. Die italienische Reederei «MSC Kreuzfahrten» ist beim Rekordmeister als Sponsor eingestiegen. Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge meldete anlässlich der Vertragsunterzeichnung vor dem Spiel gegen Aachen schon einmal Interesse in die norwegischen Fjorde und das Baltikum an. Auch Trainer Felix Magath könnte hellhörig werden und demnächst ein Trainingslager der Profis auf das Wasser verlegen: An Bord der Luxusliner gibt es nämlich sogar eine 500 Meter lange Jogging-Strecke. |