Frankfurt/Main (dpa) - 22.09.2006, 16:08 Uhr
Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat nach den rassistischen Vorfällen beim Bundesligaspiel Alemannia Aachen gegen Borussia Mönchengladbach Anklage wegen unsportlichen Verhaltens gegen beide Vereine erhoben. Das teilte der DFB mit.
Nach Eintreffen der Stellungnahmen der Clubs forderte der Kontrollausschuss gegen Aachen eine Geldstrafe in Höhe von 75 000 Euro, die Borussia soll mit einer Strafe von 25 000 Euro belegt werden. Bei dem Spiel am vergangenen Samstag waren der Gladbacher Kahe und der Aachener Moses Sichone von Zuschauern beleidigt worden.
Die vom DFB geforderten Stellungnahmen von Aachen und Mönchengladbach zu Vorfällen auf dem Tivoli gingen am Freitag beim Verband ein. Ob es in dem Verfahren eine schriftliche Einzelrichter- Entscheidung des DFB-Sportgerichts oder eine mündliche Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht geben wird, soll erst nach weiteren Untersuchungen in der kommenden Woche entschieden werden.
Zweitligist FC Hansa Rostock war in der vergangenen Woche vom DFB mit einer Geldstrafe von 20 000 Euro belegt worden, nachdem Hansa- Fans den Schalker Nationalspieler Gerald Asamoah beim DFB-Pokalspiel der zweiten Rostocker Mannschaft beschimpft hatten. Der FC Hansa sprach am Donnerstagabend bundesweite Stadionverbote bis 2009 gegen zwei Personen aus. Nach Hinweisen aus der Fanszene und Befragungen des Ordnungsdienstes konnten beide eindeutig ermittelt werden, teilte der Verein am Freitag mit. Die Sanktionen sollen mit Hilfe des DFB durchgesetzt werden.