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Beckenbauer kandidiert erneut als Bayern-Präsident

Nürnberg (dpa) - 19.09.2006, 16:52 Uhr

Franz Beckenbauer war nach der WM des Fußballs müde - jetzt nicht mehr.
Franz Beckenbauer war nach der WM des Fußballs müde - jetzt nicht mehr.

Franz Beckenbauer will Präsident des FC Bayern München bleiben. Der 61-Jährige kündigte auf einem Sponsorentermin in Nürnberg an, dass er bei den Wahlen im November erneut als Vereinschef des deutschen Fußball-Rekordmeisters kandidieren werde.

Beckenbauer steht seit 1994 an der Spitze des größten deutschen Sportvereins. Sein designierter Nachfolger, Bayern-Manager Uli Hoeneß, werde selbst bestimmen, wann er das Amt von ihm übernehme. «Es ist ganz gut, wenn wir beide noch eine Zeit lang Arm in Arm durch das Fußballgeschehen gehen», sagte Beckenbauer. Der Fußball-Kaiser verlängerte seinen Vertrag als Werberpartner mit der Privatbrauerei Erdinger Weißbräu. Beckenbauer wird bis zur Fußball-WM 2010 in Südafrika offizieller Partner des Unternehmens bleiben.

Gleichzeitig bekräftigte Beckenbauer die Absicht, sein internationales Engagement für den deutschen Fußball fortzusetzen. «Ich kann mir vorstellen, dass ich dem Drängen des DFB nachgeben werde und im Januar 2007 als Nachfolger von Gerhard Mayer-Vorfelder für das Exekutiv-Komitee der FIFA kandidiere», sagte der Chef des Organisations-Komitees für die WM 2006 in Deutschland. «Da kann ich sicher noch einiges für den deutschen und den europäischen Fußball bewegen.»

Beckenbauer bekannte, dass er nach dem WM-Endspiel «keinen Ball mehr sehen konnte». Der Weltmeister von 1974 und Trainer der deutschen WM-Mannschaft von 1990 war seit dem 9. Juli erstmals am 13. September beim Champions-Leage-Spiel des Hamburger SV gegen Arsenal London wieder in einem Stadion. «Jetzt ist das Kribbeln wieder da.» Am 5. Bundesliga-Spieltag werde er das Spiel der Bayern gegen Alemania Aachen in der Allianz Arena sehen.

Angesichts der Anlaufschwierigkeiten des Magath-Teams zu Saisonbeginn erinnerte Beckenbauer an die WM 1974. «Beim ersten Spiel danach haben wir damals gegen Aufsteiger Kickers Offenbach 0:6 verloren.» Mannschaften, die viele Spieler für ein Turnier abstellten, gerieten zu Beginn der nächsten Saison immer ins Hintertreffen. «Es braucht lange Zeit, um wieder in die Niederungen des Fußball-Alltags hinabzusteigen und dich neu zu konzentrieren», erklärte Beckenbauer. Schon in wenigen Wochen werde der FC Bayern aber wieder über 90 Minuten schönen und erfolgreichen Fußball spielen.


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