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Hannover will Neururer-Nachfolge schnell klären

Hannover (dpa) - 31.08.2006, 16:25 Uhr

Jürgen Kohler wird als einer der Kandidaten für das Traineramt bei 96 gehandelt.
Jürgen Kohler wird als einer der Kandidaten für das Traineramt bei 96 gehandelt.

Fußball-Bundesligist Hannover 96 will spätestens nach dem DFB-Pokalspiel bei Dynamo Dresden am 9. September einen Nachfolger für den zurückgetretenen Trainer Peter Neururer gefunden haben.

«Wir streben eine zukunftsorientierte Lösung an, keine, die auf wenige Monate ausgerichtet ist», kündigte der Vorstandsvorsitzende Martin Kind an. Der 62-Jährige will umgehend ein Anspruchsprofil erstellen. «Das werden wir diskutieren und danach entscheiden», sagte er.

Das Spektrum möglicher Nachfolgekandidaten hat sich einen Tag nach Neururers Abschied weiter vergrößert. Zu den bereits gehandelten Erik Gerets, Christian Gross, Michael Laudrup und Bruno Labbadia sind nach Medienberichten unter anderem Jos Luhukay, der kürzlich beim Zweitligisten SC Paderborn zurückgetreten ist, Uwe Rapolder (zuletzt beim 1. FC Köln tätig), DFB-U21-Trainer Dieter Eilts und Ex- Nationalspieler Jürgen Kohler hinzugekommen.

«Hannover ist eine fußballverrückte Stadt mit einer sehr guten Infrastruktur», sagte der im April beim MSV Duisburg entlassene Kohler im Deutschen Sport-Fernsehen (DSF). An Spekulationen wolle er sich aber nicht beteiligen. Kohler hatte Anfang der Woche eine Offerte des Fußball-Verbandes der Elfenbeinküste abgelehnt, dessen Nationalelf zu übernehmen.

Schwieriger als erhofft könnte sich die Verpflichtung von Rene C. Jäggi als neuen Geschäftsführer gestalten. Der Schweizer ist Kinds Wunschkandidat für die seit Mitte Juli vakante Position. Kind und Jäggi trafen sich zu einem Meinungsaustausch in Hannover. «Es war ein gutes Gespräch, aber es ist noch keine Entscheidung gefallen», sagte Kind danach. Er will bis zum Ende dieser Woche eine Entscheidung über das Engagement des früheren Chefs des 1. FC Kaiserslautern, der bereits in die Trainerfindung mit einbezogen werden soll.

Einen Tag nach Neururers Rücktritt stand Co-Trainer Michael Schjönberg wieder an seinem Arbeitsplatz bei Hannover 96. Der 39 Jahre alte Däne leitete gemeinsam mit Thomas Kristl die Übungseinheit des Tabellen-Letzten am Vormittag. Schjönberg war von Neururer wegen angeblich unsolidarischen Verhaltens aus der AWD Arena verwiesen worden. Beide hatten am 10. November 2005 gemeinsam bei 96 begonnen.


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