Podolski selbstbewusst: «Ich werde immer besser»
München (dpa) - 31.08.2006, 16:24 Uhr
Lukas Podolski muss sich bei den Bayern den Stammplatz noch erarbeiten.
Das Reservistendasein beim FC Bayern München hat Lukas Podolski offenbar nicht geschadet. «Mein Selbstbewusstsein ist im Moment sehr groß», behauptete der Fußball-Nationalspieler. Auch wenn er noch kein Bundesligaspiel von Beginn an absolviert hat, gesteht der Jungstar im Fachmagazin «kicker»: «Ich habe mich selten so wohl gefühlt wie im Moment. Ich arbeite hart und merke: Ich werde immer besser.» Bayern-Trainer Felix Magath hat bereits einen Formanstieg bei Podolski festgestellt. «Er hat in den letzten Tagen eine gute Entwicklung gemacht und immer Schwung gebracht, wenn er hereinkam», sagte der Chefcoach in einem Interview mit «FCB.TV» und machte Podolski Mut: «Ich bin ganz hoffnungsfroh, dass er in nächster Zeit mehr Spielanteile bekommen wird, als er zuletzt hatte.»
Der vor der Saison vom 1. FC Köln nach München gewechselte Stürmer ist selbst davon überzeugt, dass ihn Magath bald für die Anfangself beim Rekordmeister nominieren wird. «Der Moment wird kommen, aber ich mache mir keinen Druck. Ich weiß schon länger, dass ich immer eine gewisse Anlaufzeit brauche. Das war nach der EM so, nach dem Confed- Cup und auch jetzt nach der WM.» Mittelfristig sieht Podolski sein Engagement in München vor allem als Lehrzeit. «Ich weiß schon, dass ich bei einem Top-Club gelandet bin, wo der Konkurrenzkampf hart ist», sagte der 21-Jährige, «aber ich weiß auch, dass ich ein junger Spieler bin, der sich noch viel erarbeiten muss.» Obwohl er mit Trainer Magath noch keine längere Unterhaltung gehabt habe, stehe für ihn außer Zweifel, «dass ich sehr, sehr viel von ihm lernen kann», sagte Podolski. Dass Podolski nach der WM nicht von Beginn an für Furore sorgen würde, davon ist man beim FC Bayern sowieso ausgegangen. Erst zwei Wochen vor dem ersten Bundesligaspiel kehrte Podolski aus dem Urlaub zurück. Trainer Magath betonte immer wieder, dass es dauern werde, bis der Angreifer in seinem neuen Club Fuß fasst. «Er ist jetzt zum ersten Mal bei einem Verein wie dem FC Bayern, dem besten Club in Deutschland. Das ist für ihn Neuland», sagte Magath, «und er ist auch zum ersten Mal weg von zu Hause. Das sind alles Dinge, die ihn noch beschäftigen. Es ist schwer zu sagen, wie schnell er sich umgewöhnt.»
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