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FCN-Keeper der große Rückhalt

Nürnberg (dpa) - 30.08.2006, 11:36 Uhr

Trainer Hans Meyer (l) beobachtet seinen Torwart Raphael Schäfer.
Trainer Hans Meyer (l) beobachtet seinen Torwart Raphael Schäfer.

In der Bundesliga präsentierte er sich zuletzt in herausragender Form - mit Blick auf die Nationalmannschaft meldet Raphael Schäfer, Kapitän des 1. FC Nürnberg, aber keine Ansprüche an.

«Es gibt genügend andere, die öffentlich Werbung für sich machen. Ich regle das auf dem Platz und warte ab», sagte er. Zwar gehört der 27-Jährige nicht wie Tim Wiese, Robert Enke oder Roman Weidenfeller zu den allerersten Kandidaten, die auf eine Aufnahme in den erlauchten Kreis der DFB-Auswahl hoffen dürfen. Sollte die Entwicklung des 1,90 Meter großen Torhüters aber so weiter gehen wie in den vergangenen Spielzeiten, dann könnte auch er ins Visier von Bundestrainer Joachim Löw rücken.

Vom Bankdrücker in seinen beiden ersten zwei Spielzeiten beim «Club» wurde aus dem anfänglich oft kritisierten Schäfer der sichere Schlussmann. Belohnt wurde der Aufstieg zum Führungsspieler vor dieser Saison auch mit dem Kapitäns-Amt. «Das ist nur der vorläufige Schlusspunkt einer Entwicklung.»Der 66-malige Bundesliga- Spieler sieht sich noch lange nicht am Ende. «Mit einem Auge schaue ich schon auf die Situation in der Nationalmannschaft. Es sieht so aus, als ob es in zwei Jahren den großen Umbruch geben würde, aber das ist noch so weit weg.» In der Tat ist die Auswahlmannschaft derzeit nicht greifbar, allein schon deshalb nicht, weil Löw sich in dieser Woche noch einmal klar auf Jens Lehmann und Timo Hildebrand festlegt hat.

Seinen letzten großen Auftritt hatte Schäfer am vergangenen Samstag beim 0:0 im bayerischen Derby beim FC Bayern, der erstmals in einem Bundesliga-Spiel in der Allianz Arena ohne eigenes Tor blieb. «Es macht Spaß, wenn man sich auszeichnen kann. Aber die Punkte holen wir als Mannschaft gemeinsam», sagte der im polnischen Heydebreck-Cosel geborene Torwart.

Für Schäfer ist es kein Zufall, dass der FCN einen überzeugenden Saisonstart hingelegt hat. «Seitdem ich hier bin, ist es Jahr für Jahr aufwärts gegangen, die Mannschaft hat ein großes Potenzial», meinte er. Er hat keine Angst, dass der fränkische Spitzenreiter durch die drei Wochen ohne Bundesliga aus dem Tritt kommt. «Die Pause kommt uns eher gelegen und gibt uns Zeit, um Mintal und Vittek wieder fit zu bekommen. Wir kommen stärker aus dieser Pause zurück.»

Während sich die Nürnberger weiter im oberen Tabellenbereich behaupten wollen, jagt Schäfer nach der Bundesliga-Pause einen kleinen Rekord: 319 Minuten ist er bislang ohne Gegentor, seine persönliche Bestmarke liegt bei 373 Minuten - im Heimspiel gegen den VfL Bochum könnte es also das sechste «Schäferstündchen» ohne Gegentor geben.


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