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Freche Bochumer wollen Meister Bayern ärgern

Düsseldorf (dpa) - 18.08.2006, 11:48 Uhr

Die Bochumer um Kapitän Thomas Zdebel wollen am 2. Spieltag die Bayern ärgern.
Die Bochumer um Kapitän Thomas Zdebel wollen am 2. Spieltag die Bayern ärgern.

Die Auftakt-Ausbeute war bescheiden: Null Punkte, ein Tor. Doch die Aufsteiger VfL Bochum, Energie Cottbus und Alemannia Aachen wollen zurückschlagen und den Großen der deutschen Fußball-Zunft Respekt abnötigen.

«Wir werden frech sein», machte Bochums Kapitän Thomas Zdebel vor dem Bundesliga-Duell des VfL mit Titelverteidiger Bayern München den Frischlingen Mut. Aachens Trainer Dieter Hecking will dem FC Schalke «ein Bein stellen». In Cottbus genießt Chefcoach Petrik Sander vor dem Auftritt des Hamburger SV die Außenseiter-Position: «Die Rolle des Underdogs liegt uns.»

Die Vorfreude im Revier, in der Lausitz und am Tivoli ist riesig. Zdebel: «Es kommen die besten Fußballer Deutschlands an die Castroper Straße.» Da sei man «selbstverständlich bis in die Haarspitzen» motiviert. Ärgern wolle man die Bayern, «immer auf den Füßen unserer Gegenspieler stehen». Hecking will seine Elf nicht nur am 0:3 von Leverkusen messen lassen: «Das ist sicher falsch.» Gestandene Erstligisten seien seine Jungs zwar noch nicht, doch sei Meisterschafts-Mitfavorit Schalke «vor Punktverlusten nicht sicher. Ich bin optimistisch», so Hecking.

Bei Aachen kehren Jan Schlaudraff und Moses Sichone zurück, bei Schalke gibt der 20 Jahre alte Manuel Neuer für den verletzten Frank Rost im Tor sein Debüt. Cottbus kann wieder auf die kopfballstarken Igor Mitreski und Vragel da Silva bauen. HSV-Trainer Thomas Doll («Wir müssen die Ärmel hochkrempeln») beklagt Verletzungen bei Abwehrchef Vincent Kompany und Thimothee Atouba. Bochums Marcel Koller steht der zum Auftakt gesperrte ehemalige Bayern-Amateur Zvjezdan Misimovic wieder zur Verfügung. Der Meister muss auf Valerien Ismael, Ali Karimi (beide verletzt), Sebastian Deisler, Andreas Görlitz und Christian Lell (alle Reha) verzichten.

Vor dem Top-Duell zwischen Werder Bremen und Bayer Leverkusen gab es Komplimente. Bayer habe «eine sehr starke Mannschaft mit guten Einzelspielern», ließ sich Thomas Schaaf vernehmen. Für Leverkusens Michael Skibbe ist der Konkurrent in der Nach-WM-Saison «die spielstärkste Mannschaft der Liga». Schaaf muss die Innenverteidigung wegen der verletzten Profis Naldo und Per Mertesacker umbauen. Leverkusen fehlen der gesperrte Marko Babic, Roque Junior, René Adler (beide Aufbautraining) und Alexander Meyer (verletzt).


Den größten Druck der noch jungen Spielzeit hat Armin Veh. Der Trainer des VfB Stuttgart kehrt nach Bielefeld zurück, wo für ihn am 11. Februar die Premiere als Chefcoach der Schwaben mit einem 1:2 bei der Arminia begann. Sein Gegenüber Thomas von Heesen bezeichnete die Diskussionen, die nach dem 0:3 gegen Nürnberg im Schwäbischen einsetzten, als «Schwachsinn nach nur einem Spiel». Veh tue ihm leid, so von Heesen, der die Dauer-Verletzten Fatmir Vata und Sibusiso Zuma ersetzen muss. Veh hofft auf die Rückkehr von Silvio Meißner und Fernando Meira.

Beim FSV Mainz 05, 2:1-Auftaktsieger gegen Bochum, freut sich Trainer Jürgen Klopp auf ein «tolles Erlebnis, in Dortmund zu spielen». Die Neuzugänge Imre Szabics und Edu drängen in die Mainzer Startelf. Beim BVB fehlen nach dem 0:2 von München weiter der gesperrte Christian Wörns und die verletzten Profis Christoph Metzelder und Sebastian Kehl. Martin Amedick und David Odonkor sollen nachrücken. Der erst am Donnerstag verpflichtete Brasilianer Tinga kann noch nicht auflaufen.

Vor dem Duell mit dem VfL Wolfsburg hat Eintracht Frankfurts Chefcoach Friedhelm Funkel wegen sechs verletzter Spieler große Sorgen, fürchtet aber «keinen Heimkomplex»: In der Rückrunde 2005/2006 gab es nur einen Heimsieg. Eine überraschende Rückkehr könnte Richard Golz feiern, der mit 38 Jahren kurzfristig von Hannover 96 verpflichtet wurde und in der Partie bei Hertha BSC auf der Ersatzbank sitzt. Bei den Berlinern stehen Christian Gimenez und Patrick Ebert vor ihrer Bundesliga-Premiere in der Startformation.

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