Der Verteidiger sagte aber «ja» und kehrt damit zu seinem früheren Trainer Peter Neururer zurück. Beide kennen sich aus gemeinsamen Bochumer Zeiten. Fahrenhorst, den Neururer als «adäquaten Ersatz» für Mertesacker unbedingt haben wollte, erhält bei Hannover 96 einen Dreijahreskontrakt bis zum 30. Juni 2009. Er absolvierte am Dienstag die sportärztliche Untersuchung in Hannover und könnte pikanterweise sein erstes Match für «96» gegen seinen bisherigen Club Werder Bremen bestreiten. Dagegen steht Mertesacker den Bremern beim Bundesligastart nicht zur Verfügung. Er will aber im Stadion sein. «Dann schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Aber ich drücke natürlich Werder im ersten Spiel die Daumen», sagte der Innenverteidiger, der nach seiner Fersenoperation noch für unbestimmte Zeit außer Gefecht gesetzt ist. «Ich habe erste Laufversuche gemacht. Wann ich wieder spielen kann, ist schwer zu sagen», sagte Mertesacker, der in drei Jahren 74 Bundesligaspiele für Hannover 96 absolvierte: «Ich will in Bremen meinen Entwicklungsprozess fortsetzen.» Auch die Bremer betrachten die Verpflichtung des 29-maligen Nationalspielers als Investition in die Zukunft. Mertesacker kann auch in der Champions League eingesetzt werden. «Wer in so jungen Jahren ein so starkes WM-Turnier spielt, kann für uns von Beginn an eine Verstärkung sein. Er hat großes Potenzial», freute sich Trainer Thomas Schaaf. «Wir sind sicher, dass er bei uns genau die richtigen Bedingungen vorfindet, um noch weiter nach vorn zu kommen», meinte Allofs. Offiziell vereinbarten Werder Bremen und Hannover 96 bei dem komplizierten Tauschgeschäft Stillschweigen über die Transfer-Konditionen. Die Interessen von zwei Vereinen, zwei Profis und insgesamt drei Spielerberatern mussten unter einem Hut gebracht werden. Zuletzt drohte nach einem wochenlangen Hickhack der Transfer zu scheitern, weil Mertesacker laut Medienberichten eine Abfindung von Hannover 96 forderte. Sie soll teilweise für die 96-Jugendabteilung verwendet werden. Der Vertrag des Nationalspielers bei Hannover 96 war bis 2008 datiert. Im nächsten Jahr hätte er den Club für etwas mehr als eine Million Euro verlassen können.
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