Elber soll Bayern-Stimmungskurve nach oben treiben
München (dpa) - 07.08.2006, 13:54 Uhr
Für Felix Magath ist Krisengerede momentan «dummes Zeug».
Noch ist der deutsche Rekordmeister alles andere als in Hochform, doch drei Tage vor dem Bundesliga-Start soll «Spaßvogel» Giovane Elber die Stimmungskurve beim FC Bayern München nach oben treiben. Drei Jahre nach seinem nicht ganz freiwilligen Weggang verabschiedet sich der erfolgreichste ausländische Stürmer in der Geschichte der Fußball-Bundesliga am 8. August von seinen Fans in Deutschland. Doch beim «Spaß-Derby» gegen den Lokal-Rivalen TSV 1860 München geht es für das Team von Meistertrainer Felix Magath auch darum, vor dem Saisonstart gegen Borussia Dortmund noch einmal eine kräftige Portion gute Laune zu tanken. Den ersten Titel der neuen Spielzeit mussten die Münchner durch die 0:2-Niederlage im Ligapokal-Finale gegen Werder Bremen abschreiben, doch von einer Krise will Coach Magath nichts wissen. «Das ist alles dummes Zeug. Bei uns ist alles in bester Ordnung», sagte Magath der dpa. «Bei uns gibt es keine Aufregung. Wir wussten und wir wissen, dass wir zum Saisonstart nicht in bester Verfassung sein können.» Dennoch zeigte sich Magath überzeugt, dass sein Team mit einem Sieg gegen Dortmund in die Saison starten wird. «Wir werden am Freitag die ersten drei Punkte einfahren.»
In ungewohnt eindeutiger Art hatten die Münchner das Kräftemessen mit dem Dauer-Konkurrenten aus dem Norden verloren, doch noch wird dem nationalen Branchenführer trotz «erheblicher Defizite» (Manager Uli Hoeneß) nicht bange. «Ich bin zufrieden gewesen mit der Spielanlage. Wir haben unsere Möglichkeiten gehabt», sagte Magath, der seinen Akteuren zum Wochenbeginn einen freien Tag bescherte. Seit Wochen verweist der Bayern-Coach fast schon gebetsmühlenartig darauf, dass sein Team angesichts der zahlreichen WM-Teilnehmer in den ersten Wochen noch mit einem deutlichen Leistungsrückstand zu kämpfen haben werde. Nicht einmal eineinhalb Wochen sind etwa Neuzugang Lukas Podolski, Oliver Kahn, Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm und der Franzose Willy Sagnol im Training. «Dass da nicht viel passieren kann, ist ja wohl klar», verteidigte Lahm den mageren Auftritt von Leipzig. |