Trotz aller Aktivitäten auf dem Transfermarkt geht die Tendenz zu soliden Haushalten bei den Bundesliga-Clubs aber weiter. Das Gesamtbudget lag nur noch bei 423 Millionen Euro. Mit einem Profi- Etat von 50 Millionen Euro bleibt auch hier der FC Bayern Spitzenreiter. Die geringste Summe hat der FSV Mainz 05 (12 Millionen Euro) veranschlagt. Feste Größe in den Budgetplanungen können für die Manager die Zuschauereinnahmen sein. Beflügelt durch die WM-Stimmung bewegte sich der Dauerkartenverkauf weiter auf hohem Niveau. Ein neuer Rekord wurde zwar nicht aufgestellt, mit 356 335 verkauften Saisontickets eine Woche vor dem Start lagen die Vereine aber nur knapp unter der Marke des Vorjahres (372 535), als mit Kaiserslautern, Duisburg und Köln Vereine mit größeren Stadien als die Aufsteiger aus Bochum, Aachen und Cottbus zur Liga zählten. In Dortmund wurden mit 44 000 Tickets die meisten Dauerkarten verkauft, der FC Bayern stoppte den Verkauf allerdings wieder bei 35 000. Zur Zweiklassengesellschaft wird die Liga bei den Einnahmen aus dem Trikotsponsoring. Der FC Bayern kassiert bei maximalem Erfolg bis zu 20 Millionen Euro von der «Deutschen Telekom», Arminia Bielefeld muss sich bei 1,5 Millionen Euro von «Krombacher» mit einem deutlich «kleineren Schluck aus der Pulle» zufrieden geben. Mit einer Gesamtsumme von 107,4 Millionen Euro wird aber durch die Aufdrucke auf der Brust mehr Geld verdient als je zuvor. Auch bei den Fernseheinnahmen gibt es durch den neuen 1,2 Milliarden Euro schweren Dreijahresvertrag ein deutliches Plus - und die TV-Zuschauer müssen ihre Sehgewohnheiten umstellen. Im Pay-TV heißt der Anbieter «Arena» statt «Premiere» und die erste Partie geht schon am Freitag um 20.30 Uhr über die Bühne. Am Samstag rollt der Ball aber wie gewohnt zur klassischen Bundesliga-Zeit um 15.30 Uhr.
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