Anfrage an Magath: Teamdirektor in Puerto Rico
München (dpa) - 06.08.2006, 13:10 Uhr
Bayern Münchens Trainer Felix Magath denkt über eine exotische Alternative zu seinem Job als Trainer in der Fußball-Bundesliga nach. «Ich habe eine Anfrage von Puerto Rico - fast hätte ich gesagt von meinem zweiten Heimatland, weil mein Vater ja dort geboren ist und schon lange dort lebt», sagte Magath in einem Interview mit der Zeitschrift «Focus». «Der Verbandspräsident hat jetzt gerade bei mir nachgefragt - auch im Namen des Weltverbandes FIFA, ob ich die Nationalelf von Puerto Rico nicht als Teamdirektor auf dem Weg zur WM 2010 unterstützen könnte.» Die Entscheidung über mögliche Arbeitsbeziehungen zum Karibik-Staat soll in den kommenden vier Wochen fallen. Da Magath beim FC Bayern bis 2008 unter Vertrag steht, käme zunächst allenfalls eine Fernbeziehung in Frage. Zunächst könne er nur als Berater aus Deutschland agieren, meinte Magath. «Die eigentliche WM-Qualifikation beginnt ja ohnehin erst im Spätsommer 2008.»
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Der 53-Jährige macht sich im stressigen Bundesliga-Alltag auch Gedanken über seine Gesundheit. «Ich habe als Profi viele gute Trainer gehabt, aber zwei überragende: Branco Zebec und Ernst Happel. Beide sind viel zu jung gestorben - und sie sind mir Mahnung, rechtzeitig loszulassen, um die Gesundheit nicht zu riskieren», sagte der Trainer. «Wenn ich spüre, dass ich ausgebrannt bin, werde ich mit den Verantwortlichen reden und eine Lösung finden. Im Moment gehe ich aber fest davon aus, bis 2008 zu bleiben.» Nach seinem Karibik-Urlaub im Sommer geht Magath die neue Saison gut erholt an, dagegen erwartet er Umstellungsschwierigkeiten für die deutschen Nationalspieler nach der riesigen WM-Party. «Die Bundesliga startet. Du stehst beim ersten Auswärtsspiel auf dem Rasen, das ganze Stadion pfeift dich aus, und du denkst: Hoppla, was ist das denn für ein Film?», sagte der Coach.
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