Ligapokal: Meister gegen Herausforderer
Leipzig (dpa) - 04.08.2006, 16:13 Uhr
Felix Magath (r) und Daniel van Buyten beim Training an der Säbener Straße.
Es ist das erste Kräftemessen zwischen Titelfavorit und Herausforderer Nummer 1, doch das Duell zwischen Bayern München und Werder Bremen dient vorrangig der Formfindung für die neue Saison. «Es passt mir ganz gut, dass wir noch ein Spiel gegen so einen starken Gegner haben. So können wir auch sehen, wo wir stehen», sagte Bayern-Trainer Felix Magath vor dem Endspiel um den Ligapokal, das gleichzeitig Jubiläumsspiel zum 50-jährigen Bestehen des Leipziger Zentralstadions ist. Zum dritten Mal treffen die beiden Rivalen in einem Ligapokal-Finale aufeinander, der Sieger hieß dabei immer Bayern. «Ich erwarte ein gutes Spiel und für unsere Mannschaft einen guten Test. Wir wollen immer gewinnen. Besonders, wenn wir in einem Finale stehen», sagte Werders Trainer Thomas Schaaf, der 1999 (1:2) und 2004 (2:3) jeweils knappe Niederlagen mit den Norddeutschen kassierte.
Drei Mal ist Bremer Recht, so lautet deshalb die Werder-Devise. Aber auch der fünfmalige Ligapokal-Sieger München würde gerne die zwei Millionen Euro Siegprämie einstreichen und eine Woche vor dem Saisonstart einen kleinen Titel einfahren. Doch den in dieser Woche wieder in die Kritik geratenen Wettbewerb wollen Schaaf und Magath vor allem dazu nutzen, ihre WM-Stars näher an die Bundesliga-Form heranzuführen. Bei den Bayern kehrten Lukas Podolski, Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm, Oliver Kahn und Willy Sagnol erst vor einigen Tagen ins Training zurück. Auf Bremer Seite sind Torsten Frings, WM-Torschützenkönig Miroslav Klose und Tim Borowski, der wegen Rückenproblemen nicht spielen kann, auch erst seit einer Woche wieder dabei. «Es wird nicht so sein wie zuletzt, dass ich die deutschen Nationalspieler durchspielen lassen werde. Je nach Verfassung und Müdigkeit werde ich wechseln», kündigte Magath Nachsicht mit Podolski & Co. an. |