Der VfB Stuttgart will sich vor der neuen Saison in der Fußball-Bundesliga nicht auf einen angestrebten Tabellenplatz festlegen, seine Altlasten aber abwerfen.
«Nach dieser verkorksten Entwicklung in der vergangenen Saison brauchen wir dringend einen Neustart. Wir beginnen bei Punkt null», sagte Präsident Erwin Staudt bei einer Pressekonferenz im Trainingslager der Schwaben im österreichischen Längenfeld. Nachdem es in der vergangenen Saison viele Diskussionen um diverse Saisonziele gab, die jedoch allesamt verpasst wurden, halten sich die Verantwortlichen nun zurück. Die Ansprüche dürften jedoch nicht Mittelmaß sein, betonte Staudt. «Möglichst weit kommen» - das gelte sowohl für die Bundesliga als auch für den DFB-Pokal.
«Es macht keinen Sinn, dass wir eine Platzierung ausgeben», erklärte Teammanager Horst Heldt. «Weil wir nicht Sachen versprechen wollen, die wir eventuell nicht halten können. Dennoch muss der Anspruch sein, oben mitzuspielen.» Zumal sich der bis zum 31. Juli 2007 laufende Vertrag von Trainer Armin Veh automatisch verlängert, wenn der VfB unter die ersten Fünf kommt. «Wir wollen mal wieder Spaß am Fußball vermitteln», sagte Heldt zudem. Dies habe das Team in der vergangenen Runde vermissen lassen.
Knapp zwei Wochen vor dem Auftakt gegen den 1. FC Nürnberg (12. August) lobte Staudt die Spieler: «Ich habe eine gute Stimmung festgestellt. Die Mannschaft ist fit, hat ein klares System, eine positive Grundeinstellung und Spaß am Fußball.» Für Heldt «passt der Kader von den Typen her zusammen.» Es müsse sich nach der verpassten UEFA-Cup-Teilnahme eine neue Hierarchie entwickeln. Die Verantwortung ist nach dem Abgang von Kapitän Zvonimir Soldo auf mehrere Schultern verteilt. «Wir sind nicht von einem Spieler abhängig und haben mehrere Möglichkeiten», sagte Heldt.