Vertrauensbeweis: Bayern verlängert mit Magath
München (dpa) - 17.07.2006, 16:12 Uhr
Der Trainer des FC Bayern München, Felix Magath, bleibt dem Verein erhalten.
Felix Magath geht mit einem Vertrauensbonus in seine dritte Saison als Trainer des FC Bayern München. Der deutsche Fußball-Meister verlängerte noch vor dem Saisonstart den Vertrag mit dem 52-jährigen Fußball-Lehrer vorzeitig um ein Jahr bis zum 30. Juni 2008. «Ich freue mich, dass der Vorstand dieses Vertrauen in mich und meine Arbeit hat», sagte Magath nach der Unterschrift unter den neuen Kontrakt. Ursprünglich wollte die Bayern-Führung erst im Verlauf der Bundesliga-Hinrunde mit Magath über eine Verlängerung verhandeln. Nun kam das Signal der Kontinuität an Mannschaft und Fans schon vor dem Saison-Eröffnungsspiel am 11. August gegen Borussia Dortmund. Die Verlängerung um nur ein Jahr sei bewusst gewählt worden, erklärte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge: «Beide Parteien sind sich einig, dass ein Jahr reicht. Wir hatten oft Trainer mit langen Verträgen, daraus muss man seine Lehren ziehen. Und wir hatten auch in den Gesprächen den Eindruck, dass auch Felix Magath nicht an einem Sicherheitsvertrag interessiert ist. Er will so lange bleiben, wie er erfolgreich ist. Wir sind mit Felix sehr zufrieden.» Die Zufriedenheit basiert in erster Linie auf den nationalen Erfolgen von Magath, der im Sommer 2004 als Nachfolger von Ottmar Hitzfeld vom VfB Stuttgart zum FC Bayern gewechselt war und einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2007 erhalten hatte. In seinen ersten beiden Jahren als Bayern-Coach hatte er mit zwei «Double»-Gewinnen (Meisterschaft und DFB-Pokalsieg) auf nationaler Ebene den maximalen Erfolg erzielt.
In der Champions League war Magath dagegen mit dem Einzug ins Viertel- bzw. Achtelfinale hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Rummenigge dämpfte allerdings anlässlich der Vertragsverlängerung mit dem Trainer die Erwartungshaltung auf der internationalen Bühne, in dem er die Titelträume einiger Bayern-Profis geradezu barsch zurückwies. «Es gefällt mir nicht, dass die ersten Spieler jetzt das Spinnen anfangen, sie möchten Champions-League-Sieger werden. Da muss man mit einem Schuss Demut rangehen. Der FC Bayern kann nur Champions-League-Sieger werden, wenn alles tausendprozentig perfekt läuft», sagte der Bayern-Chef. Magath will sich mit den nationalen Erfolgen indes auch nicht zufrieden geben. «Wir haben zusammen zwei sehr erfolgreiche Jahre für den Club erreicht, doch damit soll nicht Schluss sein. Ich werde zusammen mit der Mannschaft alles dafür tun, die Erfolge zu bestätigen und mit einer neuen, jungen Mannschaft vielleicht sogar noch ein wenig mehr zu erreichen.» Auf den 52-Jährigen kommt zunächst jedoch die Aufgabe zu, die Mannschaft nach dem Abgang von Spielmacher Michael Ballack zum FC Chelsea neu zu formen. |