Stuttgart (dpa) - 14.06.2006, 17:00 Uhr
Kick van Ijzendoorn steht mit seinem Fahrrad vor einem Straßencafe in Stuttgart.
Kick van Ijzendoorn ist kein fliegender, sondern ein fahrender Holländer. Mit seinem in Orange angepinselten Fahrrad, in Holzschuhen und mit einer rot-weiß-blauen Badehaube reist der Mann aus Venlo quer durch Deutschland seiner Nationalmannschaft hinterher.
Einen Stopp hat er in Stuttgart eingelegt, wo seine Mannschaft gegen die Elfenbeinküste antritt. «Wenn Oranje spielt, bin ich immer mit von der Partie. Ich habe schon über 200 Spiele gesehen», sagt er.
Allerdings kommt er nicht aus Holland per Leibeskraft angeradelt, sondern bevorzugt das Auto als Ladefläche für sein Vehikel. Von Deutschland und der WM-Stimmung ist er begeistert. «Ich war in Leipzig beim Spiel gegen Serbien-Montenegro und in Freiburg», sagt er, «die Holländer können sich in punkto Gastfreundschaft ein Vorbild an den Deutschen nehmen.» Weniger zufrieden war er mit dem 1:0 Sieg der Holländer in Leipzig gegen Serbien-Montenegro. «Aber wir halten es da mit den Deutschen: Hauptsache gewonnen.»
Sein Fahrrad sperrt er jedes Mal brav vor den Stadien ab, «damit komme ich ja nicht rein». Dafür aber mit der Bademütze: «Die ziehe ich schon gar nicht ab, weil ich darunter bei der Hitze ziemlich schwitze. Außerdem kann ich mich dann in jedem Wasser schnell abkühlen», sagt van Ijzendoorn lachend. Sein Tipp für das Niederlande-Spiel: «3:1 für Oranje».