Köln (dpa) - 25.05.2006, 18:19 Uhr
Meier fordert Bierhoff auf, Fakten zwischen Köln und Podolski zu respektieren.
Michael Meier, Manager des Bundesliga-Absteigers 1. FC Köln, hat sich gegen eine Einmischung von Nationalmannschafts- Manager Oliver Bierhoff in die Verhandlungen zwischen seinem Verein und dem FC Bayern München um einen Transfer von Lukas Podolski verwahrt.
«Dass der Team-Manager der deutschen Nationalmannschaft sich in die Interessen eines Bundesligisten einmischt, ist sicherlich nicht erstmalig, birgt aber eine gewisse Brisanz. Wir dulden es nicht, dass mit Nationalspielern in der Zeit, in der sie abgestellt werden, Politik zu Lasten des 1. FC Köln betrieben wird», sagte Meier.
«Bis wir in Berlin sind, muss die Sache vom Tisch», hatte Bierhoff zuvor der Zeitung «Express» gesagt. Dabei hatte Bierhoff betont, dass Podolski, der mit den Kölnern noch einen laufenden Vertrag hat, erstklassig spielen müsse. «Wenn er noch ein Jahr in der Zweiten Liga rumspielen muss, würde er ein wichtiges Jahr verlieren. Das kann man ihm nicht zumuten», zitierte die Zeitung Bierhoff.
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Meier hat für diese Äußerungen wenig Verständnis. «Herr Bierhoff wäre sicher gut beraten gewesen - wenn er sich schon einmischt mit den handelnden Parteien das Gespräch zu suchen und solche Dinge intern zu klären», sagte er. Emotional sei der Vorgang aus Sicht der Nationalmannschaft «vielleicht verständlich, trotzdem bitte ich darum, die üblichen inhaltlichen und zeitlichen Abläufe abzuwarten und die vertraglichen Fakten zwischen dem 1. FC Köln und Lukas Podolski zu respektieren und nicht zu kommentieren».