Trainer-Comeback von Jupp Heynckes in Gladbach
Mönchengladbach (dpa) - 23.05.2006, 16:56 Uhr
Heynckes (M) in Mönchengladbach mit Präsident Königs und Sportdirektor Pander (r).
Mit dem Comeback von Jupp Heynckes hat Borussia Mönchengladbach die Suche nach einem neuen Cheftrainer schneller als erwartet beendet und einen überraschenden Coup gelandet. Nur neun Tage nach der Entlassung von Horst Köppel konnte der Club den langjährigen Borussen-Profi und -Trainer als neuen Chefcoach präsentieren. «Ich freue mich auf die Bundesliga und auf Borussia. Das ist eine interessante Aufgabe», sagte Heynckes, der einen Zweijahresvertrag erhält. Der 61 Jahre alte Coach, der mit Real Madrid 1998 die Champions League gewann, kehrt damit nach knapp zwei Jahren auf die Bundesliga-Bühne zurück. Zuletzt war der ehemalige Nationalspieler im September 2004 bei Schalke 04 entlassen worden. Der Kontakt zu Heynckes kam erst wenige Tage vor der Einigung zu Stande. Nach einem Anruf von Borussia-Sportdirektor Peter Pander war der 61-Jährige zunächst überrascht, hat sich in mehrstündigen Gesprächen dann aber für seinen ehemaligen Club entschieden. «Ich war beeindruckt vom professionellen Umfeld im Verein und bin zuversichtlich, den von Horst Köppel eingeschlagenen Konsolidierungskurs fortzusetzen», sagte Heynckes, der sich zuletzt wegen gesundheitlicher Probleme zurückgezogen hatte. «Ich bin vier Mal am Fuß operiert worden, aber jetzt fühle ich mich wieder fit und vital», sagte der neue Borussen-Coach, der zur neuen Saison eigentlich wieder ein Engagement in Spanien im Sinn hatte.
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«Wir sind froh, dass es geklappt hat», sagte Pander, der nur eine Woche nach der Jahreshauptversammlung sein Versprechen einlöste, einen erfahrenen und zum Club passenden Trainer zu verpflichten. Vereinschef Rolf Königs betonte, dass man keine «Wunderdinge« von dem Rückkehrer erwarte: «Wir möchten mit Jupp Heynckes in eine gute Zukunft gehen und die kontinuierliche Aufbauarbeit fortsetzen.» Die genaue Saisonplanung und auch die personelle Besetzung des Trainerstabs sowie Neuverpflichtungen für die Mannschaft wird der neue Coach gemeinsam mit dem Präsidium schnell angehen. «Wir müssen eine Formation finden, die sich harmonisch entwickelt. Dabei wollen wir auf die Jugend setzen und auch etwas Substanz hinzugewinnen», sagte Heynckes. |