Fußball-Nationalspieler Jens Nowotny sieht sich bei der Suche nach einem neuen Verein nicht unter zeitlichem Druck.
«Ich bin beim Sondieren der Angebote. Der Druck ist nicht unbedingt da, schnell etwas machen zu müssen», sagte der 32-Jährige in Genf. Nowotny wird Leverkusen definitiv verlassen, der Abwehrspieler hatte für seine Vertrags-Auflösung 4,7 Millionen Euro von Bayer 04 kassiert. «Es ist nicht so, dass ich die WM als Bühne nutzen will, um mich anzubieten», beteuerte Nowotny. Nach vier Kreuzbandrissen und einem Arbeitsrechtsstreit mit Bayer Leverkusen hatte sich der Routinier in der Bundesliga-Hinrunde wieder für die DFB-Elf angeboten und war im letzten Moment auf den WM-Zug gesprungen.
«Ich werde mit meiner Familie in Ruhe überlegen», sagte Nowotny. Es wäre zwar schön, wenn es noch vor dem ersten WM-Spiel am 9. Juni gegen Costa Rica eine Entscheidung über seine sportliche Zukunft geben würde. «Aber wenn nicht, werde ich genauso 100-prozentig konzentriert sein», versicherte der 45-malige Nationalspieler, der in Freiburg gegen Luxemburg nach fast zwei Jahren Pause zu seinem Länderspiel-Comeback kommen kann.
Auch Lukas Podolski belastet nach eigenen Angaben seine noch ungeklärte Zukunft nicht. «Die werden sich schon einigen», konterte der 20-Jährige die Frage, was denn sei, wenn sich der 1. FC Köln und Bayern München über die Transfer-Bedingungen nicht einig können. Der deutsche Rekordmeister hatte dem Bundesliga-Absteiger gedroht, die Verhandlungen über den Podolski-Wechsel möglicherweise abzubrechen, wenn die Bedingungen nicht stimmen.