Die Sperre gegen Valérien Ismael vom FC Bayern München hat Felix Magath zu heftiger Kritik an der Gerichtsbarkeit des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) veranlasst.
«Es ist in Deutschland ein Übel, dass nicht der Verursacher bestraft wird, sondern nur der Spieler, der provoziert wird und reagiert», sagte der Bayern-Trainer in München. Wegen eines Ellenbogenchecks gegen Radomir Dalovic im Spiel gegen Arminia Bielefeld war Ismael vom DFB-Sportgericht nachträglich für drei Bundesligaspiele gesperrt worden.
Es gehe nicht um Ismael, sondern um ein grundsätzliches Problem in Deutschland, «wie bei uns Spieler bestraft werden. Das ist alles Blödsinn und hat mit Fußball nichts zu tun», betonte Magath. Der Bayern-Coach erregte sich darüber, «dass immer nur der rangenommen wird, der reagiert. Dass ein Spieler fuchsteufelswild wird, wenn er provoziert wird, dafür habe ich Verständnis. Aber Herr Hilpert vom DFB-Kontrollausschuss kann das wohl nicht nachvollziehen. Aber ich werde es nicht ändern können.»
In der Münchner «Abendzeitung» sprach Magath, der beim Spiel in Mainz Ismael durch Martin Demichelis ersetzt, sogar von Wettbewerbsverzerrung im Titel-Endspurt. «Das ist ein Eingriff von außen in den Wettbewerb. Ich halte es für sehr fraglich, ob es sinnvoll ist. Denn natürlich kann so etwas die Meisterschaft entscheiden.»