Frings Wadenbein gebrochen statt geprellt
Bremen (dpa) - 19.04.2006, 19:15 Uhr
Der Bremer Torsten Frings kurz vor seiner Verletzung.
Fußball-Nationalspieler Torsten Frings von Werder Bremen laboriert seit Wochen an einem Wadenbeinbruch. Das haben laut einer Mitteilung des Clubs neue Untersuchungen bei Nationalmannschaft-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in München ergeben. Der Bremer Bundesliga-Verein war bisher von einer schweren Wadenbeinprellung ausgegangen, die der Mittelfeldspieler bei einem Zweikampf im Bundesligaspiel gegen den 1. FC Nürnberg am 18. März erlitten hatte. Frings, der wegen der Verletzung seit Wochen im Training fehlt, muss noch mindestens zehn Tage pausieren. «Das ist natürlich schon ärgerlich, dass es in den ersten Untersuchungen nicht deutlich geworden ist», sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf. Der Coach fügte hinzu, dass die neuen Erkenntnisse die Rückkehr von Frings nicht entscheidend verzögern werden. «Es ist in den vergangenen Wochen nichts kaputt gegangen. An der Zeit bis zur Genesung ändert sich nichts», erklärte Schaaf.
Nach Angaben des Bremer Mannschaftsarztes Götz Dimanski handelt es nicht um einen Bruch im herkömmlichen Sinne, sondern um eine Micro-Schädigung in der Knochenstruktur. «Diese war so fein, dass sie bei den Röntgen-Untersuchungen in Nürnberg, bei einer Kernspintomographie in Bremen in der selben Nacht und bei einer Computertomographie zweieinhalb Wochen später nicht entdeckt wurde», berichtete Dimanski. Dass die Fraktur von Frings nun in München erkannt wurde, hat für den Arzt eine medizinische Erklärung: «Diese feinen Micro-Schädigungen werden manchmal erst sichtbar, wenn sie zusammenwachsen, weil dann die Nahtstelle erkennbar wird.»
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