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VfB-Trainer Veh treibt Personalplanung voran

Stuttgart (dpa) - 19.04.2006, 16:00 Uhr

VfB-Trainer Armin Veh (l) und Präsident Erwin Staudt bei einer Pressekonferenz.
VfB-Trainer Armin Veh (l) und Präsident Erwin Staudt bei einer Pressekonferenz.

Armin Veh will nach seiner Vertragsverlängerung als Trainer des VfB Stuttgart die Personalplanungen beim Fußball-Bundesligisten mit Macht vorantreiben.

«Es geht darum, dass wir unser Spiel wieder attraktiver machen wollen», sagte Veh, dessen bis zum Saisonende laufender Kontrakt beim Tabellensiebten bis Mitte 2007 verlängert worden war. Neben dem bereits feststehenden Transfer von Antonio da Silva von Mainz 05 sieht der 45-Jährige weiteren Handlungsbedarf im offensiven Mittelfeld. «Ihn sehe ich nicht auf der Zehnerposition, sondern eher auf der Halbposition. Für die Rolle des Spielgestalters wird noch ein neuer Mann kommen.», sagte Veh in einem Interview auf der VfB-Internetseite.

Er sei sich sicher, «dass wir nächste Saison besser und erfolgreicher auftreten werden als in diesem Jahr. Dafür werde ich alles tun. Ich bin glücklich, dass ich nun zeigen kann, was in mir steckt. Ein UEFA-Cup-Platz ist immer noch drin, auch wenn es schwer werden wird». Für die neue Saison hat Veh, dessen Vertrag beim Erreichen eines internationalen Wettbewerbs automatisch um ein Jahr verlängert wird, bereits einen Co-Trainer im Auge. Ebbo Trautner soll Torwarttrainer bleiben, Christian Kolodziej weiter für die Kondition der Mannschaft zuständig sein.

Am Tag nach der Lösung der Trainerfrage hielten sich die Kritiker Vehs bedeckt. VfB-Aufsichtsratschef Dieter Hundt, der Veh nach dessen Verpflichtung als «Übergangslösung» bezeichnet hatte und als Anhänger der Verpflichtung eines bekannten Trainers galt, war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

VfB-Mannschaftskapitän Zvonimir Soldo kritisierte unterdessen seine Mitspieler. Von einem immer wieder angeführten angeblichen Verbot des am 9. Februar entlassenen VfB-Trainers Giovanni Trapattoni, individuell zu trainieren, habe er nichts gehört und ließ es auch als Entschuldigung für mangelnde Fitness nicht gelten. «Ich war oft an meinen freien Tagen da, aber ich muss auch ehrlich sagen: Ich habe selten jemand anderen gesehen», sagte Soldo in einem Interview mit der «Sport-Bild». Der 39-Jährige Kroate monierte, dass für den zu Arsenal London abgewanderten Alexander Hleb kein gleichwertiger Ersatz geholt worden war. «Es wird dauern, bis der VfB wieder auf dem Niveau ist, wie vor drei Jahren unter Felix Magath.» Soldos auslaufender Vertrag wurde vom VfB nicht mehr verlängert. Der 1. FC Köln hat Interesse an einer Verpflichtung Soldos bekundet.


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