Ismael: DFB ermittelt nach Ellbogenattacke
Frankfurt/Main (dpa) - 18.04.2006, 17:32 Uhr
Valerien Ismael salutiert zu den Fans.
Die Ellbogen-Attacke von Bayern-Profi Valerien Ismael im Bundesliga-Spiel gegen Arminia Bielefeld hat ein Nachspiel. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mitteilte, leitete der Kontrollausschuss unter dem Vorsitz von Horst Hilpert (Bexbach) nach Auswertung der Fernsehbilder ein Ermittlungsverfahren gegen den französischen Abwehrspieler ein. Ismael könnte damit im Fall einer Bestrafung den Münchnern ausgerechnet in der entscheidenden Schlussphase des Titelkampfes fehlen. Ismael sei dringend verdächtig, dem Bielefelder Spieler Radomir Dalovic in der 19. Minute mit dem Ellbogen einen absichtlichen Schlag in die Magengegend versetzt zu haben, hieß es in der DFB-Mitteilung. Demnach bestehe der Verdacht einer Tätlichkeit gegen den Gegner in der Form eines krass sportwidrigen Verhaltens. Während der Partie hatte Referee Michael Weiner den Vorgang nicht gesehen. Nur daraufhin war es dem Kontrollausschuss überhaupt möglich, im Nachhinein zu ermitteln.
Ismael teilte dem DFB-Kontrollausschuss in einer Stellungnahme mit: «Ich habe mich in besagter Situation mit dem rechten Arm losgerissen, weil mich der Bielefelder Spieler Dalovic geklammert hat.» Außerdem nahm Bayern Kontakt zu Bielefelds Sportdirektor Reinhard Saftig auf, der nach Angaben des Münchner Clubs den von Ismael geschilderten Vorgang bestätigte. «Ich gehe davon aus, dass auf Grund der Faktenlage Valerien Ismael nicht bestraft wird», sagte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge. Auch Dalovic muss noch schriftlich Stellung zu dem Vorfall beziehen. Danach wird über den Fortgang des Verfahrens entschieden.
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