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Kahn wird zum Pannen-Olli: Aufwärm-K.o.

München (dpa) - 17.04.2006, 10:19 Uhr

Oliver Kahn (r) kühlt auf der Tribüne sein angeschwollenes Auge.
Oliver Kahn (r) kühlt auf der Tribüne sein angeschwollenes Auge.
 
 

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Oliver Kahn hat in seiner langen Karriere schon vieles mitgemacht, aber die aktuelle Pleiten-Pech-und-Pannen-Serie des Torhüter-Titans ist wohl kaum noch zu toppen.

Erst verletzte er sich am 22. März im Länderspiel gegen die USA (4:1) beim kuriosen Gegentreffer kurz vor Schluss. Dann patzte der Bayern-Kapitän eine Woche später beim Liga-Spiel gegen Köln. Es folgte die Degradierung zum Torhüter Nummer 2 bei der Fußball-Weltmeisterschaft. Jetzt ging der 36-Jährige auch noch vor dem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld richtig K.o. - und das alles innerhalb von 24 Tagen.

Ein Schuss seines Stellvertreters Michael Rensing traf Kahn in der Allianz Arena 15 Minuten vor Spielbeginn mit voller Wucht am Auge, das wie nach einem Volltreffer beim Boxen in wenigen Sekunden wie ein «Osterei» anschwoll. «Das ging ratz-fatz», staunte Trainer Felix Magath. Die medizinische Abteilung konnte auch nicht mehr helfen. Kahn musste passen und auf der Tribüne Platz nehmen, wo er sein lädiertes Auge während der 90 Spielminuten mit einem Eisbeutel kühlte. «Das Auge war fast zu. Es wäre Blödsinn gewesen, damit zu spielen», kommentierte Manager Uli Hoeneß.

 

«Scharfschütze» Rensing wurde von jeder Schuld freigesprochen - auch von Kahn: «Das war einfach nur Pech», meinte der 36-Jährige, der sein neuerliches Malheur mit Galgenhumor wegsteckte: «Ich muss überlegen, künftig ganz auf das Aufwärmen zu verzichten.» Für ihn hielt Rensing den Kasten sauber, übrigens ebenfalls gezeichnet von einem Veilchen am linken Auge. «Das hatte ich mir unter der Woche beim Training zugezogen», berichtete der U-21-Nationaltorhüter.

Pechvogel Kahn wird sich wohl inzwischen fragen, was ihm als nächstes widerfahren mag? Auf jeden Fall hat er wenige Wochen vor dem Start der Weltmeisterschaft einen beängstigenden Lauf - allerdings einen negativen. Das Missgeschick kostet ihn als «Zugabe» auch noch ein perfektes Saisonfinale. Denn im Heimspiel am 34. Spieltag (13. Mai) gegen Borussia Dortmund wollte der 495-malige Bundesligaspieler eigentlich ein besonderes Happy End feiern - seinen siebten Meistertitel mit Bayern beim 500. Einsatz im Fußball-Oberhaus. Nun wird er wohl sein 499. Bundesliga-Spiel machen - hoffentlich ohne blaues Auge.


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