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Trainerentscheidung in Stuttgart erst nach Ostern

Stuttgart (dpa) - 14.04.2006, 15:30 Uhr

Armin Veh muss in Stuttgart der Dinge harren.
Armin Veh muss in Stuttgart der Dinge harren.

Die Hängepartie um den künftigen Trainer des VfB Stuttgart zieht sich weiter hin. Der Fußball-Bundesligist verschiebt die brisante Entscheidung um ein paar Tage.

Erst «im Lauf der nächsten Woche» soll bekannt gegeben werden, ob der bis zum Saisonende befristete Vertrag mit Armin Veh verlängert oder ein neuer Trainer verpflichtet wird. Dies teilte Teammanager Horst Heldt mit. Veh hatte eine Entscheidung bis Ostern gefordert, sich jetzt aber selbst einen Maulkorb zu dem Reizthema verpasst: «Ich halte mich da etwas zurück. Ich habe schon zu viel dazu gesagt.»

Passend zum Karfreitag herrschte bei der VfB-Pressekonferenz zum nächsten Bundesligaspiel bei Hannover 96 fast schon Grabesstimmung. Heldt und Veh wirkten angespannt und sichtlich genervt. Ihre Körpersprache und Mimik hinterließen sogar den Eindruck, als ob allen gegenteiligen Behauptungen zum Trotz Vehs Trainertage bereits gezählt seien. Die VfB-Profis drückten sich um eine Stellungnahme zu dem heiklen Problem, obwohl sie laut Heldt «keinen Maulkorb verpasst bekommen haben».

Seit Wochen drängt der Dauerbrenner das sportliche Geschehen in den Hintergrund. «Wir haben einen Zeitplan erstellt», sagte Heldt. «Wir geben unseren Entschluss nicht am Sonntag und auch nicht am Montag bekannt.» Die Partie gegen die Niedersachsen sei «nicht allein ausschlaggebend», versicherte der Teammanager. «Aber es wäre Schwachsinn zu behaupten, dass sie keine Rolle spielen würde.»

Damit kommt dem Spiel nicht nur vorentscheidende Bedeutung bezüglich der UEFA-Cup-Chancen der auf den siebten Platz zurückgefallenen Schwaben zu. Auch Vehs Zukunft in Stuttgart hängt wesentlich davon ab. Nur ein Sieg hilft dem 45 Jahre alten Augsburger, seine erst am 10. Februar als Nachfolger des erfolglosen Giovanni Trapattoni begonnene Arbeit eventuell in der kommenden Saison fortsetzen zu können. Vom VfB-Aufsichtsratsvorsitzenden Dieter Hundt bereits einen Tag nach seiner Vorstellung als «Übergangslösung» abgestempelt, hatte Veh von Beginn an einen schweren Stand bei manchen führenden Vereinsvertretern.


Veh will mit einem Sieg bei Hannover 96 zeigen, dass er der richtige Mann für den VfB ist. «Wir sind insgesamt besser besetzt und ich will unbedingt gewinnen», sagte er. Dabei setzt er auf die zuletzt gegen den 1. FC Nürnberg nach viel Krampf und Kampf 1:0 erfolgreiche Mannschaft.

Zuvor hatte Heldt dementiert, dass der Mainzer Trainer Jürgen Klopp als Veh-Nachfolger im Gespräch sei. An einem entsprechenden Bericht des Sportmagazins «Kicker» (Donnerstag-Ausgabe) sei nichts dran, sagte Heldt der dpa am Donnerstag auf Anfrage. «Ich habe keinen Kontakt zu Jürgen Klopp aufgenommen und nicht annähernd mit ihm verhandelt.»

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