Calmund weist neue Vorwürfe zurück
Köln/Leverkusen (dpa) - 22.03.2006, 15:29 Uhr
Reiner Calmund beantwortet Fragen der Journalisten.
Reiner Calmund, ehemaliger Manager des Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen, hat sich gegen neue Verdächtigungen zur Wehr gesetzt. «Die neuesten Vorwürfe hinsichtlich angeblicher Spielmanipulationen oder Kreditkartenunregelmäßigkeiten sind absolut haltlos», teilte Calmunds Rechtsanwalt Stefan Seitz in einer verbreiteten Erklärung mit. Weiter hieß es: «Die neuesten Behauptungen stellen offenbar den letzten Versuch dar, Herrn Calmund in Misskredit zu bringen, nachdem abzusehen ist, dass die Untreuevorwürfe nicht aufrechterhalten werden können.» In den Ermittlungen gegen Calmund wegen des Verdachts der Untreue wird die Staatsanwaltschaft Köln den 57-Jährigen «zeitnah» vernehmen. Das sagte Staatsanwalt Günther Feld der dpa. «In dieser Woche wird Herr Calmund definitiv nicht mehr vernommen.» Möglich sei, dass Calmund in der kommenden Woche erstmals «als Beschuldigter» befragt werde, kündigte Feld an.
Dabei wird es um die Frage gehen, wohin im Juni 2003 jene 580 000 Euro geflossen sind, die Calmund nach eigenen Angaben an den Gütersloher Spielervermittler Volker Graul für Vorverkaufsrechte von Spielern übergeben hat. Feld erklärte, dass der jetzige Bayer- Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser im Zuge der Ermittlungen bereits als Zeuge vernommen worden sei. «Zu Inhalten der Ermittlungsakte, insbesondere zur Vernehmung von Herrn Holzhäuser, wird angesichts des laufenden Verfahrens keine Stellungnahme abgegeben», betonte Seitz. Auch der Fußball-Bundesligist und die Bayer AG wollen vor dem Ende der Ermittlungen keinerlei Stellung mehr beziehen. «Die Staatsanwaltschaft hat ein schwebendes Verfahren. Wir harren jetzt der Dinge, die da kommen. Von uns wird es keine weiteren Kommentare geben», sagte Meinolf Sprink, Sportbeauftrager der Bayer AG, der dpa. |