Werder besiegt Gladbach im Schongang mit 2:0
Bremen (dpa) - 26.02.2006, 09:43 Uhr
Bremens Ivan Klasnic erzielt das 2:0 gegen Borussia Mönchengladbach.
Kraftlos und trotzdem mühelos: Nach der Champions- League-Kür gegen Juventus Turin hat Werder Bremen mit schweren Beinen die Alltags-Pflicht in der Bundesliga erfüllt und Borussia Mönchengladbach im Schongang 2:0 (2:0) geschlagen. «Der Akku war leer», berichtete Miroslav Klose (17.), der neben Ivan Klasnic (27.) erneut Bremes Torgarant war. «Nach dem schweren Spiel gegen Turin war das gut, und wir konnten ein bisschen schonend spielen.» Mit dem souveränen und disziplinierten Auftritt, nur drei Tage nach der rauschenden Ball-Nacht gegen den italienischen Rekordmeister, lieferten die Bremer eine Reifeprüfung ab. Statt mit einer nervenaufreibenden Vorstellung, wie es sie in dieser Saison schon häufiger gegeben hatte, sammelten die Werder-Profis die drei Punkte gegen Mönchengladbach mit konzentrierter und wohl dosierter Arbeit ein. «Das war einfach professionell», kommentierte Nationalspieler Tim Borowski, während sein Teamkollege Frank Baumann von einem «Lernprozess» sprach: «Wir konnten die wenigen Kräfte, die noch da waren, sparen.»
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Auch Manager Klaus Allofs lobte die Effektivität: «Wir haben das Spiel auf Sparflamme ausklingen lassen. Das ist gut und gehört dazu.» Bisher hatten die Bremer genau damit Probleme. Sie benötigten auch gegen deutlich schwächere Gegner viel Einsatz und viele Torchancen, um zum Erfolg zu kommen. «Solche Spiele sind wichtig, weil alle Topteams souverän spielen und sich keine Fehler erlauben», meinte Allofs mit Blick auf Schalke 04 und den Hamburger SV, die Konkurrenten im Kampf um den erneuten Einzug in die Champions League. Der K&K-Sturm, der zusammen schon 28 Tore erzielt hat, ebnete den Weg. «Es war wichtig, richtig ins Spiel reinzukommen, und das ist uns mit den beiden Toren gelungen», analysierte Werder-Trainer Thomas Schaaf. Ohne den gelb-gesperrten Antreiber Torsten Frings entwickelten die Bremer nicht so viel Druck wie gegen Turin, dominierten das Spielgeschehen aber trotzdem deutlich. |