Mintal ist Nürnbergs Hoffnung gegen Abstieg
Nürnberg (dpa) - 04.01.2006, 14:11 Uhr
Marek Mintal erhält im Mai 2005 in Nürnberg den Pokal des Torschützenkönigs.
Trainer Hans Meyer nennt ihn «meinen wichtigsten Neuzugang»: Auf Marek Mintal ruhen beim abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten 1. FC Nürnberg große Hoffnungen im Kampf um den Klassenverbleib. Statt auf größere Ausgaben am Transfermarkt setzen die Franken zur Rückrunde auf das «Comeback» ihres lange verletzten slowakischen Torjägers, dämpfen aber zugleich die hohen Erwartungen. «Marek alleine kann das nicht schaffen. Die ganze Mannschaft ist gefordert», betonte Meyer. «Ich hoffe, dass ich schon bald wieder zu 100 Prozent fit bin und meine Tore schießen werde», sagte Mintal am Rande des Nürnberger Hallenturniers, bei dem der «Club» am Dienstagabend das Finale gegen 1860 München mit 2:4 verlor. Am «Budenzauber» selbst war der Bundesliga-Torschützenkönig der vergangenen Saison nicht beteiligt, bei der Autogrammstunde abseits der Bande zählte er aber zu den fleißigsten Akteuren. Er trainiere schmerzfrei, verkündete der 28- Jährige, der nach seinem Mittelfußbruch erst kurz vor Weihnachten wieder in das Training mit seinen Teamkollegen einsteigen konnte.
In der Hinrunde hatte der Slowake nur drei Punktspiele für den Traditionsclub bestritten. Mit seinem Comeback nach der Winterpause hofft der Altmeister nun auf eine deutliche Verstärkung der zuletzt wenig überzeugenden Offensive. Anders als die meisten Konkurrenten aus dem Tabellenkeller verzichtete der fränkische Traditionsverein mit Ausnahme des Nachwuchsspielers Sezer Öztürk von Bayer Leverkusen bislang auf Neuverpflichtungen zur Rückrunde. «Die anderen haben ganz schön nachgelegt», sagte Trainer Meyer mit Blick auf den Kampf gegen den Abstieg. «Das wird noch einmal eine enge Kiste.» Dennoch scheint der 63-jährige Coach volles Vertrauen in seinen «Neuzugang» zu haben: «Wenn Marek zurückkommt, brauchen wir keinen torgefährlichen Spieler zu verpflichten, dann haben wir schon einen.» Der zurückhaltende Mittelfeldspieler weiß um die hohen Erwartungen: «Das ist ganz normal», sagt er und bittet zugleich um Geduld. «Wenn man so lange nicht gespielt hat, ist es am Anfang immer schwer.» |