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Neue Spekulationen um Podolski-Wechsel

Köln (dpa) - 02.01.2006, 11:53 Uhr

Lukas Podolski jubelt 2005 über ein Tor im Länderspiel gegen Südafrika.
Lukas Podolski jubelt 2005 über ein Tor im Länderspiel gegen Südafrika.

Nationalstürmer Lukas Podolski vom 1. FC Köln hat Spekulationen um einen Wechsel zum deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern München genährt.

«Es weiß doch jeder, dass Bayern der beste Club in Deutschland ist», sagte Podolski in einem Interview mit dem Sportmagazin «kicker». Zugleich schloss der 20-Jährige einen Wechsel ins Ausland aus. «Ich habe fest vor, erst einmal in der Bundesliga zu bleiben», betonte er. Nach dem FC Bayern und dem Hamburger SV bestätigte nun auch Werder Bremen offiziell sein Interesse an dem Jungstar.

Jedoch sei noch keineswegs sicher, dass er Köln zum Saisonende verlassen werde: «Ganz klar ist das noch nicht.» Podolski bestätigte mit Bayern München, dem HSV und Bremen ersten Sondierungsgespräche geführt zu haben. «Das waren angenehme Gespräche, in denen die Vereine mir die Perspektiven aufgezeigt haben», erklärte Podolski dem Kölner «Express» am Montag. Einen Tag zuvor hatte Podolski-Berater Kon Schramm noch jegliche Verhandlungen dementiert.

Eine Vorentscheidung zu Gunsten des FC Bayern sei aber keineswegs gefallen. «Es gibt da noch keine Tendenz, und ich habe mir auch keine Deadline für eine Entscheidung gesetzt», bekräftigte Podolski. Klar sei nur, dass er bis April die Weichenstellungen für seine berufliche Zukunft legen wolle: «Es kann nicht sein, dass ich noch in der WM- Vorbereitung Gespräche über meine Zukunft führe.»

Bundestrainer Jürgen Klinsmann sieht den Rummel um seinen Schützling gelassen. «Lukas hat schon viel Erfahrung gesammelt, sich in der 2. Liga durchgeboxt. Auch die aktuelle Phase ist wichtig für seine Entwicklung», sagte Klinsmann der «Bild»-Zeitung.


Werder-Sportdirektor Klaus Allofs zeigte sich derweil als weiterer Podolski-Interessent. «Er könnte bei Werder die gleichen Erfahrungen sammeln wie bei den Bayern: Champions League, um die Meisterschaft spielen», meinte Allofs, der noch ein weiteres Argument für einen Podolski-Wechsel zu den Bremern anführte: «Der Zwischenschritt wäre für Lukas' Entwicklung genau richtig. Er könnte sich bei uns an den Druck gewöhnen, jedes Spiel gewinnen zu müssen.» Zudem wäre dann der vermeintliche WM-Sturm Miroslav Klose und Podolski in einem Bundesliga-Team vereint.

Der 1. FC Köln hat nur noch in diesem Jahr die Möglichkeit, für Podolski eine hohe Ablösesumme zu erzielen. Im Gespräch sind rund zehn Millionen Euro. 2007 könnte der Nationalspieler offenbar für eine festgeschriebene Ablöse von einer Million Euro den Verein wechseln.

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