Rummenigge und Hoeneß führen FC Bayern bis 2009
München (dpa) - 20.12.2005, 10:55 Uhr
Beckenbauer, Scherer, Hopfner, Rummenigge und Hoeneß (v.l.n.r.) mit Pokalen.
Beim deutschen Fußball-Meister FC Bayern München wird nach der Verlängerung zahlreicher Spieler-Verträge auch in der Führungsetage auf Kontinuität gesetzt. Der dreiköpfige Vorstand mit Karl-Heinz Rummenigge (50), Uli Hoeneß (53) und Karl Hopfner (53) soll heute in München bei einer Sitzung mit dem von Franz Beckenbauer angeführten Aufsichtsrat der FC Bayern München AG ebenfalls vorzeitig neue Verträge unterschreiben. «Karl Hopfner wird um fünf Jahre verlängern, Uli Hoeneß und ich um jeweils drei Jahre», kündigte der Vorstandsvorsitzende Rummenigge im Bayerischen Fernsehen an. Die bisher gültigen Fünf- Jahres-Verträge wären am 31. Dezember 2006 ausgelaufen. Die unterschiedlichen Laufzeiten der neuen Kontrakte hatte Rummenigge bereits vor einigen Wochen angedeutet. Damit solle vermieden werden, dass in einigen Jahren die komplette Führungsriege auf einen Schlag abtreten könnte: «Irgendwann hören ja auch wir mal auf.»
Rummenigge kündigte in der Sendung «Blickpunkt Sport» zudem an, dass bei einer möglichen Wiederaufnahme von Vertragsverhandlungen mit Nationalspieler Michael Ballack neue Gehaltszahlen auf den Tisch kämen. «Die alten Konditionen wird man dann überdenken müssen», sagte der Bayern-Chef. Der Rekordmeister hatte sein Vertragsangebot, das Ballack dem Vernehmen nach bis 2010 ein Gehalt von mindestens 30 Millionen Euro bescheren sollte, vor einem Monat zurückgezogen. Grund dafür war, dass Ballack eine vereinbarte Erklärungsfrist nicht eingehalten hatte. «Wir brauchten diese Deadline. Wir hatten das Gefühl, Michael Ballack betrachtet Bayern München als Sicherheit, als den Spatz in der Hand», erläuterte Rummenigge. Ballack hatte bei dem Treffen mit der Vereinsführung angekündigt, dass er erst im Januar eine Entscheidung über seine sportliche Zukunft treffen werde. Im Gespräch ist ein Wechsel zu Real Madrid nach der WM 2006. Ballack kann den FC Bayern zum Saisonende ablösefrei verlassen.
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