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DFL entscheidet kommende Woche über TV-Rechte

Düsseldorf (dpa) - 14.12.2005, 17:01 Uhr

Das Logo der Deutschen Fußall Liga GmbH (DFL) siegelt sich im Teleobjektiv.
Das Logo der Deutschen Fußall Liga GmbH (DFL) siegelt sich im Teleobjektiv.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) wird voraussichtlich Mitte nächster Woche über die Vergabe der Bundesliga- Fernsehrechte für drei Jahre von der Saison 2006/2007 an entscheiden.

«Ich bin sehr optimistisch, dass den 36 Bundesliga-Vereinen am kommenden Mittwoch bei der Mitgliederversammlung der DFL in Frankfurt ein Vorschlag zur Entscheidung gemacht werden kann», erklärte der Mediendirektor der DFL, Tom Bender. Die DFL-Mitglieder haben bei Entscheidungen, die über ein Finanzvolumen von 30 Millionen Euro hinaus gehen, ein Mitbestimmungsrecht. Bisher waren die TV- Rechte für die Bundesliga für insgesamt 300 Millionen Euro pro Jahr an die öffentlich-rechtlichen Sender ARD/ZDF, an das DSF (Free-TV) sowie an Premiere (Pay-TV) vergeben worden.

Möglicherweise wird auf der DFL-Versammlung auch schon über das Namenssponsoring für die Bundesliga diskutiert. Die DFL verhandelt mit mehreren Konzernen über ein entsprechendes Engagement, berichtete die «Süddeutsche Zeitung». Nach Informationen des Blattes gebe es derzeit drei Interessenten. Außer mit der Deutschen Telekom, die als ernsthaftester Bewerber gilt, spreche die DFL mit der Citibank, die zur amerikanischen Citigroup gehört, sowie dem Sportwettenanbieter Betandwin aus Österreich. Betandwin finanziert bereits den Ligacup, der im Sommer zur Vorbereitung auf die Bundesliga-Saison ausgetragen wird.

«Die Gespräche mit den Interessenten laufen sehr gut und sind weit gediehen», sagte Bender. «Wir haben eine klare Strategie. Es muss einen Mehrerlös geben und der Partner muss zur Liga und den Clubs passen.» Über Unternehmen, mit denen verhandelt werde, wollte er keine Angaben machen. Priorität habe aber zunächst der Abschluss der TV-Rechtevergabe. «Erst werden wir die Entscheidung über die Fernsehrechte treffen», sagte Bender. Dass die Bundesliga schon von der Saison 2006/2007 an einen neuen Namen tragen wird, hält er für nicht ausgeschlossen.

Dem Vernehmen nach hat die DFL ein Sponsorpaket geschnürt und dessen Wert auf 50 Millionen Euro pro Saison veranschlagt. Für den künftigen Namensgeber der Bundesliga soll auf den Trikot-Ärmeln und in den Stadien geworben werden. Außerdem will die DFL die Fernsehsender, Internet- und Mobilfunkanbieter verpflichten, bei Live-Übertragungen und Spielberichten stets den gesponserten Namen zu nennen.


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